Lioba

Lioba

Lioba. Aus Irland waren die Glaubensboten herübergekommen in die deutschen Lande: Fridolin, der Alemannen-Apostel, Kolumban, der an dem Bodensee und in Italien wirkte, Gallus sein Schüler, Offo, Landolin, Trutbert, Kilian, Pirmin und andere. Aus Irland kam auch der Mann herüber, welchen man billig den Apostel der Deutschen nennt: Winfried oder Bonifacius. Von heiligem Eifer der Liebe Christi getrieben, bekam er einen doppelten Beruf: die deutschen Völker (Thüringer, Hessen, Sachsen) für das Christenthum zu gewinnen, und das Christenthum bei den Neubekehrten…

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Hilarion

Hilarion

er wieder und in immer neuen Formen hervortritt, muß einen tiefen Grund im Wesen des Menschen haben, der auch in ihren Zerrbildern noch wiederzuerkennen sein wird. So verhält es sich mit dem Einsiedlerleben und Mönchsthum. Wie ein edler Orangenbaum, wenn er eine Zeit lang von den äußern Einflüssen gesondert im Keller gestanden hat, nachher wenn er wieder dem Regen und Sonnenschein ausgesetzt wird, um so kräftiger Blüthen und dann Früchte treibt, so auch der Mensch: soll ein Jüngling, eine Jungfrau…

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Pamphilus

Pamphilus

Einsam und verödet liegen jetzt im Schutt die Ueberreste der Paläste, welche einst die herrliche Hafenstadt Cäsarea zierten, die Herodes der Große zu Ehren des Kaiser Augustus am mittelländischen Meere, etwa anderthalb Tagereisen von Jerusalem, hatte erbauen lassen. Dort hatte einst Petrus den Erstling der Heiden, den römischen Hauptmann Cornelius, mit seinen gleichgesinnten Freunden zu Christo bekehrt: dort hatte Paulus zwei Jahre im Gefängniß gesessen. Sehr früh war dort ein Bischofssitz gegründet worden, welchen um das Jahr 315 der berühmte…

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Sebastianus, Hauptmann zu Rom.

Sebastianus, Hauptmann zu Rom.

In den folgenden Jahrzehnten genoß die Kirche der Ruhe. Aber am Wendepunkte des Jahrhunderts gab die Regierung der Kaiser Diokletianus und Maximianus Herkulius den Christen auf’s Neue Gelegenheit, auch in schwerer Pein dem Worte nachzuleben: „Sei getreu bis in den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben“ (Offb. 2, 10.). Der dritte Mitkaiser Carinus war den Christen günstig und hielt die Verfolgung auf. Als er aber am Rheine gestorben war, gewann der blutige Zorn der Feinde freien…

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Fabianus, Bischof von Rom.

Fabianus, Bischof von Rom.

Wenn man die Stadt Rom durch das gen Mittag gelegene Thor von San Sebastiano verläßt, so betritt man bald die mächtigen Pflastersteine der Appischen Straße. Vor mehr als zweitausend Jahren gebaut, führte sie einst den Apostel Paulus von Puteoli her über Forum Appii und Tres Tabernae (Apg. 28, 13. 15.) dem kaiserlichen Gerichtshofe zu. Denselben Weg rückwärts mögen die heiligen Pergamente gegangen sein, auf welche die Hand des Gebundenen in Christo frisch niedergeschrieben hatte, was ihn der Geist Gottes den…

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Johann Valentin Andreä

Johann Valentin Andreä

geboren am 17. August 1586 in Herrenberg, wo sein Vater, der nachmalige Abt zu Königsbronn, Johann Andreä, damals Spezialsuperintendent und Stadtpfarrer war, und gestorben am 27. Juni 1654 in Stuttgart, ist der Enkelsohn des um die Reformation in Württemberg verdienten und durch seine Mitwirkung zur Concordienformel berühmt gewordenen Kanzlers Jakob Andreä in Tübingen. Sein Körper blieb von Geburt an zart und schwächlich; sein Geist und Gemüth aber war ungemein frisch, empfänglich und mittheilsam. Den Vater, unter dessen Leitung sein Unterricht…

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Andreas der Apostel

Andreas der Apostel

Nächst der Erscheinung Christi selbst ist die Persönlichkeit der von ihm gewählten Apostel von der größten Bedeutung für unser Glaubensleben. Als menschliche Vorbilder sind sie uns gegeben. Wir wissen, daß sie dem göttlichen Erlöser in Liebe und Treue nachgewandelt und in voller Selbstvergessenheit um seines Namens willen Trübsal und Verfolgungen geduldet haben. Gern möchten wir nun auch im Einzelnen ihre gesammte Geschichte kennen lernen und in ihr, wie in einem Spiegel, uns zeigen lassen, wie ein Christ sein Tagewerk auf…

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Johannes der Täufer

Johannes der Täufer

Es ist die hohe weltgeschichtliche Bedeutung Johannis des Täufers, daß er von Gott dazu erkoren war, die Grenze zu bilden zwischen dem alten und neuen Bunde und von jenem zu diesem hinüberzuleiten. Diese seine Stellung dient dazu, seine Vorzüge und seine Mängel zu bezeichnen. Er ragte in der Erkenntniß von dem, was zum Reiche Gottes gehört, über alle Propheten des alten Bundes hervor, wie ihn der Herr selbst „größer denn alle Propheten“ nennt. Und doch war ihm das Licht der…

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Karl der Große

Karl der Große

Zu Aachen, wo manchem großen deutschen Kaiser die Krone auf das Haupt gesetzt wurde, zum Wahrzeichen, daß er der vornehmste Herrscher sei in der Christenheit, steht in dem uralten Münster ein schlichter Grabstein, darauf sind die Worte zu lesen: „Karl dem Großen. Bei diesem Steine soll Jedermann, der in die Kirche eintritt, des großen Kaisers Karl gedenken, dessen Name einst gepriesen und gefürchtet wurde von Christen und von Heiden bis zum fernen Morgenlande, weil er ein siegreiches Schwerdt führte, und…

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Nonna

Nonna

Das Christenthum verlangt den ganzen Menschen und bietet sich der ganzen Menschheit als Heils- und Lebensquelle dar. Hierin bleibt es für Alle und zu allen Zeiten sich selbst vollkommen gleich. Doch aber tritt es nach dem unerschöpflichen Reichthum seines innern Wesens auch wieder in ein besonderes Verhältniß zu verschiedenen Zeitaltern, Völkern, Geschlechtern und Personen, je nach deren eigenthümlicher Art und vorwaltendem Bedürfniß. Ein lebendiges Vorbild hiervon ist uns der große Apostel der Völker: er hatte für alle nur ein Evangelium,…

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