Sibylla von Sachsen

Sibylla von Sachsen

(1526, gest. 1554) „Alles in Ehren kann Niemand wehren.“ Sibylla, geborene Prinzessin von Cleve, war die Gemahlin des Kurfürsten Johann Friedrich des Großmüthigen von Sachsen. Sie lebten zu Wittenberg im Jahre 1526, wo Luther das Werk der Reformation begonnen hatte. Dieser wahrheitsliebende Reformator gab folgendes Zeugniß von ihnen: „Es ist ein an Geist und Herz vortreffliches Ehepaar, sie leben heilig und ehrbar, forschen fleißig nach der Wahrheit, sind wohlthätig gegen Kirchen, Schulen und Arme, lieben treu das Wort Gottes, hassen…

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Olympia Fulvia Morata.

Olympia Fulvia Morata.

(geb. 1526, gest. 1555.) „Mein einziger Trost, der mich aufrecht erhält, ist das Wort Gottes, um welches ich nie mit den verderblichen, nur die Lüste befriedigenden, weltlichen Vergnügen tauschen würde.“ Wie ein hochgebildeter, von ungeheuchelter Frömmigkeit durchdrungener Geist sich in der traurigsten Lage aufrecht erhält, davon gibt uns Olympia einen deutlichen Beweis. Olympia war im Jahre 1526 zu Ferrara in Italien geboren. Ihr Vater, Fulvio Morata, Professor am Gymnasium zu Ferrara, stand daselbst wegen seiner Gelehrsamkeit und Rechtschaffenheit in großem…

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Mauritius und die thebäische Legion.

Mauritius und die thebäische Legion.

22. September. In der Zahl der Märtyrer, welche die christlich-germanischen Völker von der älteren christlich-römischen Welt als Helden aufgenommen und ihnen in weitesten Preisen ihre Verehrung erwiesen haben, ragt neben Martinus von Tours besonders Mauritius mit seinen thebäischen Genossen hervor. Es war jenen Völkern nach ihrer Bekehrung zum Christenthum anfangs Bedürfniß an Stelle der alten Göttergestalten und Helden der Vorzeit neue zu erhalten, in denen sich die alte Tapferkeit und der alte Freiheitssinn christlich verklärte, aber zugleich auch die neue…

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Saturninus Bischof von Toulouse.

Saturninus Bischof von Toulouse.

29. November. Des Saturninus Name steht mit der Christianisierung Galliens in enger Verbindung. Galliens Bevölkerung war im zweiten Jahrhundert mehr gewachsen, als die aller übrigen Provinzen des römischen Reiche, zeichnete sich durch größere Cultur aus und besaß Schulen, welche vielfach selbst von Rom aus besucht wurden. Ihre Religion war die allgemeine des Reichs, trug aber noch druidische Elemente in sich, deren grausamer Charakter einst das Menschenopfer zugelassen hatte, als das Christenthum auftrat und dem Volke seinen Glauben einzupflanzen strebte. Nur…

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Katharina von Bora.

Katharina von Bora.

(geb. d. 29. Jan. 1499; gest. d. 20. Dec. 1552.) „Mein lieber Herr Doctor, ist’s Gottes Wille, so will ich Euch bei unserm lieben Herr Gott lieber, denn bei mir wissen; ich hoffe aber und traue auf Gott, er werde Euch gnädiglich erhalten.“ Katharina von Bora wurde geboren im Jahre 1499 den 29. Januar zu Loeben bei Schweinitz in Sachsen. Ihr Vater, Hans von Mergenthal auf Deutschenbora, gehörte zu dem im Mittelalter berühmten Geschlechte der Boren, ihre Mutter, Anna, war…

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Anna von Sachsen.

Anna von Sachsen.

(geb. 1531, gest. d. 1. Oct. 1585.) „Alles, was ich auf der Welt habe, ist nicht im Stande zu verhindern, mich mit innigster Begierde nach dem Himmel zu sehnen, wo ich Gott schauen werde, den ich allein für die Quelle ansehe, meine Begierden zu stillen.“ Ein Beispiel von edler Einfachheit und Häuslichkeit gibt uns die Kurfürstin Anna von Sachsen. Diese Fürstin, geboren im Jahre 1531, war die einzige Tochter des Königs Christian III. von Dänemark und der Dorothea. Von ihren…

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Samuel Rutherford

Samuel Rutherford

Der Leser, welcher sich an den Briefen des Samuel Rutherford erquickt und stärkt, möchte doch wohl auch aus dem Lebensgange dieses Mannes so viel erfahren, daß ihm die köstlichen Briefe verständlicher werden. Aus seinem Leben fallen Lichtstrahlen auf die Briefe, aber auch umgekehrt verklären die Briefe sein Leben, besonders nach der innern Seite hin. Schon von Jugend auf scheint dieser Mann gerade die innere Seite seines Lebens gepflegt zu haben. Er erzählt uns selber einen Zug aus seiner Kindheit. Mit…

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Katharina, Gräfin von Schwarzburg.

Katharina, Gräfin von Schwarzburg.

(geb. 1509, gest. 1567.) „Meinen Unterthanen muß das Ihrige wieder werden, oder bei Gott!!“ Katharina von Schwarzburg, geborne Fürstin von Henneberg, geb. 1509, war die Gemahlin Heinrichs von Schwarzburg (geb. d. 23. März 1499), verlor jedoch diesen ihren Gemahl schon den 12. Juli 1538 und überlebte denselben um 29 Jahre. Sie wird als eine kluge Fürstin, als eine wahre Mutter ihres Volkes, besonders auch als eine heldenmüthige Frau gerühmt. Von ihrem Heldenmuthe hat uns die Geschichte folgendes auffallendes Beispiel bewahrt….

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Lioba

Lioba

Lioba. Aus Irland waren die Glaubensboten herübergekommen in die deutschen Lande: Fridolin, der Alemannen-Apostel, Kolumban, der an dem Bodensee und in Italien wirkte, Gallus sein Schüler, Offo, Landolin, Trutbert, Kilian, Pirmin und andere. Aus Irland kam auch der Mann herüber, welchen man billig den Apostel der Deutschen nennt: Winfried oder Bonifacius. Von heiligem Eifer der Liebe Christi getrieben, bekam er einen doppelten Beruf: die deutschen Völker (Thüringer, Hessen, Sachsen) für das Christenthum zu gewinnen, und das Christenthum bei den Neubekehrten…

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Hilarion

Hilarion

er wieder und in immer neuen Formen hervortritt, muß einen tiefen Grund im Wesen des Menschen haben, der auch in ihren Zerrbildern noch wiederzuerkennen sein wird. So verhält es sich mit dem Einsiedlerleben und Mönchsthum. Wie ein edler Orangenbaum, wenn er eine Zeit lang von den äußern Einflüssen gesondert im Keller gestanden hat, nachher wenn er wieder dem Regen und Sonnenschein ausgesetzt wird, um so kräftiger Blüthen und dann Früchte treibt, so auch der Mensch: soll ein Jüngling, eine Jungfrau…

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