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Schlagwort: Märtyrerin

Argula von Grumbach

Argula von Grumbach

Diese geistreiche, gottselige und heldenmüthige Frau stammte aus dem uralten adeligen Geschlechte der Herren von Stauffen in Baiern, welches von dem Schwäbischen Geschlechte gleiches Namens zu unterscheiden ist. Ihr Großvater, der Stifter der Ehrenfelsischen Linie des Bairischen Hauses von Stauffen, und Kanzler des Herzogthums Baiern, war einer von den drei großen Bairischen Hansen. So nannte man nehmlich die drei Herren Hans von Stauffer, Hans von Degenberg und Hans von Eichberg, weil sie in der innigsten Freundschaft miteinander lebten, von großen…

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Anna du Bourg.

Anna du Bourg.

Der Frühling des Jahres 1559 war herangekommen; Heinrich II. regierte in Frankreich, Catharina von Medicis, sein Weib, welche sich einen so großen Namen in der Hölle gemacht hat durch das Blutbad in der Bartholomäusnacht, war seine Rathgeberin. Nebenbei beherrschte ihn auch die berüchtigte Diana von Poitiers, die frühere Maitresse seines Vaters. In dieser fluchwürdigen, sittenschänderischen Zeit blühte im Stillen die reformirte Kirche auf in der lieblichsten Reinheit und dem heiligsten Ernste. Ueberall hörte man damals von Mord und Scheiterhaufen der…

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Philippina Graveron geb. von Lüns.

Philippina Graveron geb. von Lüns.

Philippina von Lüns war aus Gafe im Perigueux (Gascogne) gebürtig. Von der Jugendzeit dieser edlen Christin wissen wir nur, daß, früh verheirathet mit einem Herrn von Graveron, sie mit ihm nach Paris ging, um sich dort der Kirche des Herrn, die sich im Geheimen gebildet hatte, anzuschließen. Sie war Allen ein Muster der Heiligkeit im Leben, ihr Gatte bekleidete das Amt eines Kirchenältesten in der Gemeine. Die Huguenotten versammelten sich in ihrem Hause und die Nachbarn hatten oft Psalmengesange daraus…

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Anna Asceya

Anna Asceya

Anna Askew. Die sechs Blut-Artikel, welche König Heinrich VIII. im Jahre 1539 aufgestellt hatte, hatten bei seiner Härte und Grausamkeit zur Folge, daß auf beiden Seiten, Anhänger des Pabstes und Anhänger der Reformation den Tod leiden mußten. Zu den letzteren gehörte auch unsere fromme und gottselige Anna Askew. Von ihrer Geburt und ihrem früheren Leben und Wirken wissen wir wenig. Nur, daß sie aus altem, adligen Geschlecht in der Grafschaft Lincoln abstammte, von ihren Eltern ihrem Stande und den damaligen…

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Jane Grey Dudley

Jane Grey Dudley

Johanna Grey. Johanna Grey, geboren im Jahre 1537 im Schloß Bradgate in der Grafschaft Leicester, war die Tochter des Heinrich Grey, nachmaligen Herzogs von Suffolk, und der Francisca, einer Schwestertochter K. Heinrich’s VIII. von England. Sie genoß eine fürstliche und im hohen Grade wissenschaftliche Erziehung durch classisch gebildete, zugleich evangelisch gerichtete Männer. Ihr eigentlicher Lehrer, dessen Pflege sie mit vollem Vertrauen von ihren Eltern übergeben wurde, war Johannes Aylmer, nachmaliger Bischof von London, der mit Vorliebe sich mit Plato beschäftigt…

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Die Christen zu Merindol und Cabriera

Die Christen zu Merindol und Cabriera

Umb dise zeit ist auch in der Französischen Provinz die schreckliche verfolgung wider die armen leut / so man Waldenser nennet / und sonderlich die eynwohner zu Merindol und Cabriera ergangen / in welcher nicht nur zween oder drey / sondern ein gantzes volck / und ein grosse anzahl allerley männer und weiber / jung und alt / ja auch kinder und säuglinge / sehr jämerlich auf allerley art und weise umb ihr leben kommen seind / wie solches in…

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Etliche Märtyrer zu Meaux

Etliche Märtyrer zu Meaux

Dise statt ist fünf kleiner Teutscher meil von Pariß gelegen / und sind dazumal in derselbigen vil geweßt / die von dem grewel des Bapstthumb abgefallen / und sich zu der reinen lehr des H. Evangelii begeben / und auch endlich in einem besondern haus ihre versamlungen und predigten sampt des Herrn Abendmal daselbst gehalten haben. Es hat sich aber zugetragen anno 1546 am 8. Septemb. da sie an dem gewöhnlichen ort bey einander waren / und predig hörten /…

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Johann Georg Müller – Noch einige Erzählungen vom Tode Protestantischer Märtyrer

Johann Georg Müller – Noch einige Erzählungen vom Tode Protestantischer Märtyrer

Als Johann de Backer, ein 27jähriger Jüngling, dafür daß er (und er war ein Priester!) das Evangelium gepredigt, den Ablaß und den Cölibat verworfen und selbst geheirathet hatte, im Haag (1525) zum Scheiterhaufen geführt wurde, und im Vorbeigang neben dem Gefängniß seinen übrigen daselbst eingekerkerten Freunden zurufte, Muth zum Tode für das Evangelium zu fassen, stimmten diese freudigjubelnd die Hymnen an: Te Deum laudamus – O beata Martyrum solemnia! und fuhren damit fort, bis er, für seine Mörder gleich dem…

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Mariona Adriani eines Schneiders fraw zu Tourneck

Mariona Adriani eines Schneiders fraw zu Tourneck

Dise ist auch sampt ihrem mann gefangen gesetzt worden / umb des Evangelii willen / doch in underschiedene gefengnus. Der mann ist abgefallen / und hat an stat des Fewers das schwert erlanget. Die fraw aber ist bestendig blieben / und lebendig begraben worden. Da man sie für dem thurn fürüber führete / da ihr mann Adrian in gesessen war / meynte sie / er lebte noch: Wendet derhalten ihr angesicht gegen den thurn / und schrye mit lauter stimm…

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Martha Constantina

Martha Constantina

Noch gräßlicheres erlitt Martha Constantina von St. Jean, Ehefrau Jakob Barral’s. Ihr ward die Scham ausgeschnitten, der Bauch aufgeschlitzt, die Brüste abgerissen. Die letzteren wurden von den Soldaten zu Mocel in Piemont in der Pfanne gebraten und andern Soldaten zum Essen vorgesetzt. Johann Leger, waldensischer Schriftsteller und Augenzeuge, Dr. Theodor Fliedner, Buch der Märtyrer, Verlag der Diakonissen-Anstalt zu Kaiserswerth, 1859