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Schlagwort: Religionsgespräch Regensburg 1541

Caspar Cruciger

Caspar Cruciger

Es ist in dem menschlichen Herzen eine gefährliche Neigung, den größten Männern Gottes gleichen zu wollen, und zwar nicht in den Dingen, worin sie wirklich vorbildlich und nachahmungswerth, sondern in denjenigen, worin sie einzig und unerreichbar sind. Eine Versuchung zu diesem eiteln Bestreben liegt auch in Luthers großer Persönlichkeit, und Mancher mag sich schon eingebildet haben, er müsse ein anderer Luther seyn. Das Gegentheil dieser thörichten Anmaaßung sehen wir an Caspar Creuziger, den ein Zeitgenosse, Hieronymus Weller, wirklich den andern…

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Wolfgang Capito

Wolfgang Capito

Capito oder Köpflein (Wolffgang Fabritius), welcher die Reformation zu Basel beförderte, war der Sohn eines Rathsherrn zu Hagenau im Elsaß 1478 gebohren. Er studirte zu Basel, seinem Vater zu Gefallen die Arzneykunst und wurde zu Freyburg 1498 Doctor derselben. Nach seines Vaters Tode aber legte er sich seiner Neigung gemäß auf die Theologie und Rechtswissenschaften vier Jahre, und wurde 1504 zu Basel Doctor der Theologie. Darauf lehrte er zu Freyburg die scholastische Theologie, bis er vom Bischof zu Speyer, Philipp…

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Johann Heß

Johann Heß

Wo wir in der Geschichte der Menschheit und des Reiches Gottes Neues entstehen sehen, da ziehen wohl unsere Aufmerksamkeit am stärksten solche Männer auf sich, welche vor Anderen berufen waren, im Kampfe das Bestehende zu durchbrechen und neue Gestaltungen durchzuführen, auf weitem öffentlichen Schauplatz für ihre Aufgabe zu streiten und zu leiden und hiebei auch in ihrem persönlichen Leben mancherlei wunderbare Wege vor den Augen der Mitwelt zu durchlaufen. Es wird dieß namentlich auch bei unserer Betrachtung der Reformationsgeschichte zutreffen….

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Philipp Melanchthon

Philipp Melanchthon

Luther sagt einmal: es sei kein großer Umschwung in der Entwicklung des Reiches Gottes erfolgt, ohne daß den Weg dazu gebahnt hätte das Wiederaufleben der Wissenschaften und Sprachen, gleichwie Johannes der Täufer Christo vorangehen mußte. Dieses gilt von den Vorbereitungen für das göttliche Werk der deutschen Reformation. Zweierlei mußte zusammen kommen, um derselben Bahn zu machen: das religiöse Leben, das aus den Tiefen des andächtigen Gemüthes hervordrang in jenen frommen und erleuchteten Männern, welche man Mystiker nannte, von denen einer,…

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Wolfgang Fürst von Anhalt

Wolfgang Fürst von Anhalt

Fünf deutsche Reichsfürsten waren es, die im Juni 1530 zugleich mit zwei Reichsstädten die Augsburgische Confession unterzeichnet hatten. Der Fünfte unter jenen Reichsfürsten, welche Gut und Blut für das Bekenntniß des evangelischen Glaubens einsetzten, ist Wolfgang, Fürst zu Anhalt, aus dem altberühmten Geschlechte der Grafen von Asanien, Stammverwandter und Zeitgenosse jenes Fürsten Georg des Gottseligen, der als Landesherr zugleich evangelischer Prediger war und das Bisthum zu Merseburg verwaltete. Fürst Wolfgang ist am 1. August 1492 zu Köthen geboren: sein Vater,…

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