Durchsuchen nach
Schlagwort: Mittelalter

Karl der Große

Karl der Große

Zu Aachen, wo manchem großen deutschen Kaiser die Krone auf das Haupt gesetzt wurde, zum Wahrzeichen, daß er der vornehmste Herrscher sei in der Christenheit, steht in dem uralten Münster ein schlichter Grabstein, darauf sind die Worte zu lesen: „Karl dem Großen. Bei diesem Steine soll Jedermann, der in die Kirche eintritt, des großen Kaisers Karl gedenken, dessen Name einst gepriesen und gefürchtet wurde von Christen und von Heiden bis zum fernen Morgenlande, weil er ein siegreiches Schwerdt führte, und…

Weiterlesen Weiterlesen

Nonna

Nonna

Das Christenthum verlangt den ganzen Menschen und bietet sich der ganzen Menschheit als Heils- und Lebensquelle dar. Hierin bleibt es für Alle und zu allen Zeiten sich selbst vollkommen gleich. Doch aber tritt es nach dem unerschöpflichen Reichthum seines innern Wesens auch wieder in ein besonderes Verhältniß zu verschiedenen Zeitaltern, Völkern, Geschlechtern und Personen, je nach deren eigenthümlicher Art und vorwaltendem Bedürfniß. Ein lebendiges Vorbild hiervon ist uns der große Apostel der Völker: er hatte für alle nur ein Evangelium,…

Weiterlesen Weiterlesen

Widukind

Widukind

Dreihundert Jahre waren verflossen seit die Franken das Evangelium angenommen hatten. Seitdem hatten sich auch die übrigen deutschen Stämme dem Kreuze unterworfen bis auf einen, das waren die mächtigen Sachsen, die wohnten zwischen dem Rhein und der Elbe und nach Süden hin tief in das Land hinein. Sie waren Heiden in Glauben und Sitte, und wie in alten Zeiten ihre Väter gelebt und gethan hatten, so lebten und thaten auch sie noch, und wollten nimmer lassen von ihrer angestammten Weise….

Weiterlesen Weiterlesen

Thomas von St. Paul

Thomas von St. Paul

Wie, wenn der Schnee lange in den März hinein gelegen hat, und dann in einer warmen Nacht schmilzt, und man findet am Morgen die Schneeglöckchen und Leberblümchen und Veilchen schon in Blüthe stehen: so sah es aus vor drei Jahrhunderten, als nach dem langen Winter des Papstthums plötzlich der Frühlingshauch der Reformation über Deutschland und von da über die andern Länder Europas wehte. Es war ein junges frisches Glaubensleben, wie in der apostolischen Zeit, wieder in der Kirche erwacht, überall…

Weiterlesen Weiterlesen

Raimund Palmarius

Raimund Palmarius

Zu der Zeit da Kaiser Friedrich Barbarossa mit Heeresmacht zum ersten Male über die Alpen zog, wohnte in Piacenza, einer mächtigen Stadt im Lande Italien, ein stiller Handwerksmann, der war weder reich noch arm, sondern wessen er bedurfte das hatte er; denn er nährte sich redlich von seiner Hände Werk, betete und arbeitete und kümmerte sich nicht um der Welt Händel. Dieser Mann hatte einen Sohn Namens Raimund, den wollte er auch zu einem schlichten Handwerker erziehen. Darum gab er…

Weiterlesen Weiterlesen

Berthold von Regensburg

Berthold von Regensburg

In der Zeit, da das mittelalterliche Papsthum bereits den Höhepunkt seiner Macht und Herrlichkeit erreicht, und durch eine Geistliches und Weltliches umfassenden Ansprüche auf unbedingte Machtvollkommenheit eine mannigfaltige kräftige Gegenwirkung hervorgerufen hatte, waren es besonders die Bettelmönchorden der Dominicaner oder Prediger und der Franziscaner oder Minoriten (mindere Brüder), welche das Ansehen der Hierarchie vornehmlich mit geistigen Waffen zu verfechten den Beruf hatten. Die alten Stützen derselben waren mehr oder weniger morsch geworden: die Geistlichkeit meist verweltlicht, theilweise ins fürstliche Interesse…

Weiterlesen Weiterlesen

Ambrosius von Siena

Ambrosius von Siena

In der altberühmten Stadt Siena in Italien lebte der edle Bonatacha Sansedone mit einer Gattin Justina in gutem Frieden. Er wie sie stammte aus einer kriegerischen Familie, welche im Kampfe mit den Saracenen groß und reich geworden war. Am 16. April 1220 wurde die Frau in Abwesenheit des Gatten durch die Geburt eines Sohnes mehr betrübt als erfreut. Denn das Kind war sehr mißgestaltet, Arm und Bein verwachsen, das Gesicht schwarz und häßlich. Als einmal vor der Hausthüre, wo die…

Weiterlesen Weiterlesen

Bonaventura

Bonaventura

Bonaventura ist einer der hervorragendsten unter den Kirchenlehrern der zweiten Hälfte des dreizehnten Jahrhunderts. Er gehört einer Zeit an, wo eine mächtige Bewegung die denkenden Geister ergriffen hatte; reichbegabt und vielseitig gebildet, hat er mit ernstem Streben nach der Erkenntniß der christlichen Wahrheit geforscht und ist tiefer als mancher Andre in dieselbe eingedrungen, wenn auch, wie es von einem mittelalterlichen Theologen nicht anders zu erwarten ist, seine Ansichten nicht frei von allerlei, theils der Philosophie, theils der Phantasie angehörigen Irrthümern…

Weiterlesen Weiterlesen

Joachim von Floris

Joachim von Floris

In den Anfängen desjenigen Jahrhunderts, welches den Höhepunkt des Mittelalters in Wissenschaft und Kunst bezeichnet, um die Zeit, da die Macht des Papstthums ihren Gipfel erreichte, ums J. 1202 schied aus der streitenden Kirche Joachim, Abt von Floris, ein frommer, mit tiefer Einsicht in das Wort und in die Wege Gottes begabter Mann, der als ein wahrer Prophet bei Vielen in seiner und in den darauffolgenden Zeiten galt, als ein die bessere Zeit weissagender Zeuge der Wahrheit auch in der…

Weiterlesen Weiterlesen

Friedrich Barbarossa

Friedrich Barbarossa

Wo einem Volke von Gott ein großer Mann gegeben ist, stehet er da wie ein feuriges Wahrzeichen, das hoch aufgerichtet ist auf einem Berge, und leuchtet weit hinaus über das Land, und alles Volk wendet seine Blicke hinauf zu der wunderbaren Feuersäule. Wenn aber Jahrhunderte vergangen und andere Geschlechter gekommen sind, dann sehen sie noch mit Staunen den hellen Wiederschein fernhin an dem tiefen Himmel glühen. Solcher Wahrzeichen waren dem deutschen Volke vor andern viele gegeben, und es war reich…

Weiterlesen Weiterlesen