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Schlagwort: Landesherr

Karl der Große

Karl der Große

Zu Aachen, wo manchem großen deutschen Kaiser die Krone auf das Haupt gesetzt wurde, zum Wahrzeichen, daß er der vornehmste Herrscher sei in der Christenheit, steht in dem uralten Münster ein schlichter Grabstein, darauf sind die Worte zu lesen: „Karl dem Großen. Bei diesem Steine soll Jedermann, der in die Kirche eintritt, des großen Kaisers Karl gedenken, dessen Name einst gepriesen und gefürchtet wurde von Christen und von Heiden bis zum fernen Morgenlande, weil er ein siegreiches Schwerdt führte, und…

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Eberhard im Bart, Herzog von Wirtemberg

Eberhard im Bart, Herzog von Wirtemberg

Einen Mann, über den man ganze Bücher schreiben könnte und geschrieben hat, auf wenigen Seiten abfertigen, ist eine schwere Aufgabe, und kann, wenn’s gut geht, nur dazu dienen, nach jenen Büchern lüstern zu machen. Denn Eberhard gehörte zu den wenigen Menschen, von denen ihre Umgebungen dachten, sie könnten nicht blos einen höheren, sondern den höchsten Wirkungskreis ausfüllen; seine Unterthanen pflegten von ihm zu sagen: „Wenn Gott nicht Gott wäre, so müßte unser Eberhard Gott sein.“ Und doch war er nicht…

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Friedrich III, Kurfürst von der Pfalz.

Friedrich III, Kurfürst von der Pfalz.

Friedrich III. von der Pfalz war zunächst für eine Person ein tief und lebendig im Worte Gottes gewurzelter Christ, und hat mit einem Bekennermuth, der ihn den ersten Glaubenshelden der Reformation an die Seite stellt, alles für das Evangelium eingesetzt; er war aber auch im vollsten Sinne ein reformatorischer Fürst, der für die Glaubensreinigung in seinem Lande mehr that, als irgend einer seiner Vorgänger. Nach beiden Seiten soll hier von ihm die Rede sein. Da jedoch der Reformator Friedrich nur…

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Friedrich Barbarossa

Friedrich Barbarossa

Wo einem Volke von Gott ein großer Mann gegeben ist, stehet er da wie ein feuriges Wahrzeichen, das hoch aufgerichtet ist auf einem Berge, und leuchtet weit hinaus über das Land, und alles Volk wendet seine Blicke hinauf zu der wunderbaren Feuersäule. Wenn aber Jahrhunderte vergangen und andere Geschlechter gekommen sind, dann sehen sie noch mit Staunen den hellen Wiederschein fernhin an dem tiefen Himmel glühen. Solcher Wahrzeichen waren dem deutschen Volke vor andern viele gegeben, und es war reich…

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Rede über den Kaiser Friedrich Barbarossa

Rede über den Kaiser Friedrich Barbarossa

Obgleich ich das Bestreben und die Absicht derer, welche die Geschichte berühmter Männer, die unter den Griechen und Römern hervorgetreten sind, hier vorbringen, recht sehr billige; denn es kommt allerdings sehr Viel darauf an, daß wir so viel möglich mit der Kenntniß der Geschichte ausgestattet werden; so ist es doch, wie es mir wenigstens scheint, vielleicht noch nützlicher, der Aufhellung und Darstellung der einheimischen, vaterländischen Geschichte vor der ausländischen Fleiß zu widmen. Denn einmal wirken einheimische Muster kräftiger auf die…

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Churfürst August l. von Sachsen.

Churfürst August l. von Sachsen.

Er ist der größte unter den sächsischen Regenten, dessen Weisheit Sachsen die Begründung seiner politischen Bedeutung, dessen Glaubenstreue die deutsche lutherische Kirche die Erhaltung ihrer Eigenthümlichkeit zu danken hat.   Churfürst August wurde 1526 geboren und erhielt seine Erziehung theils in Freiberg unter Leitung des berühmten Revius, theils in Prag am Hofe König Ferdinands. Nach dem Tode seines Bruders Churfürst Moritz 1553 tritt er die Regierung Chursachsens an, welches bereits unter Moritz eine hervorragende Stellung unter den deutschen Reichsständen erhalten,…

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Joachim Ernst von Anhalt.

Joachim Ernst von Anhalt.

(Geb. 1536, gest. 1586.)   Joachim Ernst, geb. 1536, seit dem Ableben seines Bruders Bernhard von Zerbst Herr der gesammten anhaltinischen Lande. In seiner Jugend hatte er sich durch Kriegsdienste unter Philipp II. von Spanien ausgezeichnet, seit seinem Regierungsantritte 1562 aber allein der Wohlfahrt seines Landes gewidmet. Durch seine Einsicht, wie durch seine verwandtschaftlichen Verbindungen – er zählte die Churfürsten von Sachsen und Brandenburg, die Herzöge von Würtemberg, Holstein, Liegnitz, Schwarzburg unter seine Schwiegersöhne – genoß er nicht nur bei…

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Herzog Johann III. von Weimar.

Herzog Johann III. von Weimar.

(Geb. 1570, gest. 1605.)   Herzog Johann von Weimar, Enkel Churfürst Johann Friedrichs des Großmüthigen, ist der zweite Sohn Johann Wilhelms, eines Fürsten, von welchem ein Leichenredner den Ausspruch berichtet: „daß er viele Nächte schlaflos zugebracht, um einen Ausweg zu finden, wie Kirchen, Schulen und dem gemeinen Wesen wieder zu dem vorigen Zustand verholfen werden könnte, darinnen sie von seinem Herrn Vater verlassen worden,“ und der Tochter des durch Regentenweisheit wie durch lebendige Frömmigkeit ausgezeichneten Herzogs Christoph von Württemberg. Auch…

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Herzog Sigismund August von Mecklenburg.

Herzog Sigismund August von Mecklenburg.

(Geb. 1560, gest. 1600.) Von keinem souverainen, auch keinem thatenkräftigen Fürsten handeln diese Mittheilungen, sondern nur von einem apanagirten Prinzen, von dessen fürstlichem Stillleben indessen uns mehrere Züge erhalten sind, welche in Wort und That den christlichen Charakter erkennen lassen. Sigismund August geboren 1560, ist der zweite Sohn des durch Regententugenden, wie durch persönliche Frömmigkeit ausgezeichneten Herzogs Johann Albrecht I., des Begründers der evangelischen Kirche in Mecklenburg, eines Regenten, welcher zu einem reicheren Gemälde den Stoff gegeben haben würde, der…

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Wilhelm von Oranien

Wilhelm von Oranien

Dieser Gründer der holländischen Unabhängigkeit war der Sohn des Grafen Wilhelm des Aelteren von Nassau und auf dem Schlosse Dillenburg geboren. Mit den Niederlanden wurde er verknüpft, als er das Fürstenthum Oranien erbte. Dort erhielt er durch die Gunst Karl V., dessen Page er gewesen, schon im zweiundzwanzigsten Jahre den Oberbefehl: denn früh war er männlich gereift und geschmückt mit allen kriegerischen Tugenden. Des Kaisers Nachfolger, Philipp IL, aber traute dem Schweigsamen nicht, und hielt ihn für den heimlichen Anstifter…

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