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Schlagwort: Ulm

Ambrosius Blarer

Ambrosius Blarer

Blarer: Ambrosius B., Reformator von Schwaben, geb. 4. April 1492 zu Constanz, † zu Winterthur 6. Dec. 1564 (schwäbisch: Blaurer ausgesprochen). Aus adligem Geschlecht der B. von Obergyrsperg im Thurgau, Sohn eines Rathsherrn in Constanz, bezog er wohl vorbereitet die Universität Tübingen, wo er sich, in vertrauter Freundschaft mit Melanchthon, der alten Litteratur widmete und Magister wurde. Ein Besuch im Benedictinerkloster Alpirsbach flößte ihm Lust an fromm beschaulichem Leben ein und 1515 trat er ins Kloster, dessen Prior er nach…

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Martin Bucer

Martin Bucer

Es ist eine schwierige Aufgabe, das reiche Leben eines großen Mannes in einen engen Rahmen zusammenzufassen. Man kann da Manches nur andeuten und thut leicht zu viel oder zu wenig. Darum fühlen wir uns gedrungen die Nachsicht des Lesers in Anspruch zu nehmen bei gegenwärtiger Darstellung. Butzer hat noch kein seiner würdiges Denkmal gefunden und doch ist das Material reichlich vorhanden und zudem ward er, von unten herauf sich arbeitend und in die Weite wirkend, das unbestrittene Haupt der oberdeutschen…

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Johannes Eberlin von Günzburg

Johannes Eberlin von Günzburg

Eberlin: Johann E., reformatorischer Prediger und Volksschriftsteller, geb. ca. 1465 zu Günzburg in Baiern, gest. bald nach 1530 zu Wertheim am Main. Ueber seine frühere Jugendzeit fehlt uns jede irgend nennenswerthe Nachricht. Daß er Universitätsstudien gemacht, erfahren wir aus der Basler Matrikel von 1489, wo er als presbyter Augustensis dioeces. eingetragen ist. Wann er in den Franciscanerorden eintrat, ist ebenfalls unbekannt. Im Jahre 1519 finden wir ihn als weit und breit geschätzten Prediger des Barfüßerklosters zu Tübingen. Durch seinen agitatorischen…

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August Hermann Francke

August Hermann Francke

Pastor und Professor zu Halle a. S. (Geb. 23. März 1663, gest. am 8. Juni 1727.) „Alles, was ihr bittet im Gebet, so ihr glaubet, so werdet ihr es empfangen.„ (Matth. 21, 27.) August Hermann Francke wurde am 23. März 1663 in Lübeck geboren. Sein Vater, Johannes Francke, war daselbst Doktor der Rechte und Syndikus beim Domkapitel des Stifts, und seine Mutter, Anna, eine Tochter des vormaligen Bürgermeisters David Gloxin. Schon im dritten Jahre verließ er mit seinen Aeltern seine…

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Georg Mylius

Georg Mylius

Georg Mylius (Müller), der Sohn eines Zimmermanns, war 1548 zu Augsburg geboren. Sein Grossvater, Johann Gering, hatte von seinem Gewerbe den Namen Müller erhalten, sich aber auch als Kriegsmann unter Kaiser Karl V., dem er besonders lieb war, ausgezeichnet. Georg’s Geistesgaben erregten schon früh grosses Aufsehn. Er schien, sagte Hutterus, das, was er lernte, weniger von seinen Lehrern zu empfangen, als aus sich selbst hervorzubringen. Schon im siebenten Lebensjahr konnte er über die Artikel der lutherschen Religion Rede und Antwort…

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Pilgram Marbeck

Pilgram Marbeck

Marbeck: Pilgram M. gehört während der dreißiger und vierziger Jahre des 16. Jahrhunderts zu den vornehmsten Führern des oberdeutschen Anabaptismus. Er ist in mehrfachem Betracht eine bedeutende Persönlichkeit, welche genügende Beachtung noch nicht gefunden hat. M. stammt aus Tyrol, wahrscheinlich aus der Nähe von Schwatz. Er bekleidete in den dortigen Bergwerken die Stelle eines Ingenieurs und war besonders im Bauhandwerk ein erfahrener Mann. Von dort wegen seiner religiösen Anschauungen vertrieben, floh er mit Weib und Kind unter Zurücklassung seiner Habe,…

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Conrad Sam

Conrad Sam

Nachricht von Conrad Sams, des ersten ordentlich beruffenen Ulmischen Reformators, Leben, Verdiensten und Schriften. Womit Scholarchat und Convent des Ulmischen Gymnasiums zu der gewöhnlichen Feierlichkeit am Ostermontage alle Hohe Gönner und Freunde gehorsamst und ergebenst einladet. Ulm, 1795. gedruckt bey Christian Ulrich Wagner, dem ältern. Wir haben in den beiden vorigen Osterprogrammen das Andenken eines um unser Gymnasium wohl verdienten Rectors, des Mart. Balticus, zu erneuern gesucht, das gegenwärtige soll dazu bestimmt seyn, unsern Mitbürgern einen Mann bekannter zu machen,…

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Zacharias Ursinus

Zacharias Ursinus

In der Reformationsgeschichte Deutschlands lassen sich zwei unterschiedene Abschnitte bezeichnen: eine Zeit des Anfangs, wo die große religiöse Geistesbewegung unter der persönlichen Leitung ihrer ersten Urheber steht und von diesen mit vollen Händen die gottgesegnete Saat evangelischer Wahrheitserkenntniß ausgestreut wird, und eine Folgezeit, wo, nachdem die erste Generation vom Herrn aus dem Arbeitsfeld bereits heimgerufen worden ist, einer zweiten die Aufgabe zufällt, die bereits in den Aehren stehende Ernte des Herrn zu beschirmen, eine jede der unter sich nicht ganz…

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