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Schlagwort: Tübingen

Jacob Andreä

Jacob Andreä

Jacob Andreä, geboren am 25. März 1528 zu Waiblingen, war der Sohn eines Schmiedes mit Namen Endris (Andreas) und wurde desshalb häufig Jacob Schmidlin genannt. Endris hatte in seiner Jugend Böhmen, Ungarn und Gallien durchwandert und sogar St. Jago di Compostella in Spanien als Wallfahrer besucht. In Waiblingen hatte er durch Verheirathung mit der Wittwe eines Schmiedes Anna, einer geborenen Weisskopf, der nachmaligen Mutter Jacob’s, eine dauerndere Stätte gefunden. Doch ist er nach Anna’s Tode in’s Kloster zu Bebenhausen gegangen,…

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Maria Andreä

Maria Andreä

(Geb. 23. Okt. 1550, gest. 25. Jan. 1631.) Maria, Tochter des Vogts Valentin Moser zu Herrenberg, geboren am 23. Oktober 1550, war aus einem Geschlechte, das im 18. Jahrhundert den berühmten christlichen Patrioten, Johann Jakob Moser, und seines geistreichen Sohn Friedrich Karl von Moser hervorbrachte; sie selbst war Schwiegertochter und Mutter zweier Säulen der würtembergischen Kirche, Jakobs und Joh. Valentins Andreä. Im neunten Jahre verlor sie die Mutter, und wurde von ihrer Großmutter, Catharina Turrer, welche unter den Anfängen der…

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Johann Albrecht Bengel

Johann Albrecht Bengel

Bengel: Johann Albrecht B., Begründer einer biblisch-prophetischen Schule in der protestantischen Theologie und hervorragender Exeget des N. T., geb. 24. Juni 1687 zu Winnenden bei Stuttgart, † 2. Nov. 1752 als Consistorialrath und Prälat in Stuttgart. Seinen Vater, Diakonus in Winnenden, verlor er schon im sechsten Jahre, wurde von einem Freunde des Hauses erzogen und vollendete seine Schulbildung auf dem Stuttgarter Gymnasium. Sein Stiefvater, der Klosterverwalter Glöckler, verschaffte ihm die Mittel, sich seit 1703 auf dem theologischen Stift zu Tübingen…

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Johannes Eberlin von Günzburg

Johannes Eberlin von Günzburg

Eberlin: Johann E., reformatorischer Prediger und Volksschriftsteller, geb. ca. 1465 zu Günzburg in Baiern, gest. bald nach 1530 zu Wertheim am Main. Ueber seine frühere Jugendzeit fehlt uns jede irgend nennenswerthe Nachricht. Daß er Universitätsstudien gemacht, erfahren wir aus der Basler Matrikel von 1489, wo er als presbyter Augustensis dioeces. eingetragen ist. Wann er in den Franciscanerorden eintrat, ist ebenfalls unbekannt. Im Jahre 1519 finden wir ihn als weit und breit geschätzten Prediger des Barfüßerklosters zu Tübingen. Durch seinen agitatorischen…

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Ägidius Hunnius

Ägidius Hunnius

Ägidius Hunnius wurde am 21. Dezember 1550 zu Winnenden bei Tübingen von unbemittelten Ältern geboren. Kurz vor seiner Geburt soll die schwangere Mutter eine himmlische Erscheinung gehabt haben. Sie sah sich selbst im Tempel an ihrem gewohnten Platze sitzen, mit der rechten Hand einen Strohhalm vom Erdboden aufhebend, der immer stärker und schwerer wurde, zuletzt aber in eine Seule der Kirche sich verwandelte. Hunnius hat aus Demuth die Erwähnung dieses Gesichts immer vermieden; dennoch ist es bekannt geworden, und der…

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Jacob Heerbrand

Jacob Heerbrand

Jacob Heerbrand wurde zu Giengen im Würtembergischen am 12. August 1521 geboren. Sein Vater, Andreas Heerbrand, war in den Wissenschaften, vorzüglich in der Arithmetik und im Lateinischen, sehr bewandert. Dazu trieb er die Musik so leidenschaftlich, dass er sich später mit dem bitteren Vorwurfe quälte, eine Kunst, die für Studirende nur zur Erholung bestimmt und ein Nebenwerk sei, als Hauptwerk behandelt zu haben. Endlich gab er alle drei Lieblingsstudien auf, um sich ganz der Theologie zu widmen, von der er…

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Johannes Oekolampad

Johannes Oekolampad

Johannes Oekolampad (Hausschein, eigentlich Hüsgen) wurde im Jahr 1482 in der schwäbischen Stadt Weinsberg geboren. Seine Eltern waren wohlhabende Bürgersleute, und Johannes war das einzige Kind, das ihnen am Leben geblieben war und das sie nun auch wie ihren Augapfel behüteten. Wäre es nach des Vaters Willen gegangen, so hätte Johannes sein Glück als Kaufmann versucht: aber die Mutter, eine verständige Frau, widmete ihn den Studien. Sie, deren Vater ein Basler Bürger war vom Geschlechte der Pfister, ahnte wohl nicht,…

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Zacharias Ursinus

Zacharias Ursinus

In der Reformationsgeschichte Deutschlands lassen sich zwei unterschiedene Abschnitte bezeichnen: eine Zeit des Anfangs, wo die große religiöse Geistesbewegung unter der persönlichen Leitung ihrer ersten Urheber steht und von diesen mit vollen Händen die gottgesegnete Saat evangelischer Wahrheitserkenntniß ausgestreut wird, und eine Folgezeit, wo, nachdem die erste Generation vom Herrn aus dem Arbeitsfeld bereits heimgerufen worden ist, einer zweiten die Aufgabe zufällt, die bereits in den Aehren stehende Ernte des Herrn zu beschirmen, eine jede der unter sich nicht ganz…

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Zinzendorf, Nikolaus Ludwig Reichsgraf und Herr von Zinzendorf und Pottendorf

Zinzendorf, Nikolaus Ludwig Reichsgraf und Herr von Zinzendorf und Pottendorf

Erneuerer der alten Böhmisch-Mährischen Brüderkirche. (Geb. den 26. Mai 1700, gest. den 9. Mai 1760.) Die Familie Zinzendorf, seit den Kreuzzügen rühmlich in der Geschichte Oestreichs bekannt, hatte um ihres Glaubens willen Güter und Ehrenstellen verlassen, um in evangelischen Landen frei nach ihrem Bekenntnisse zu leben. Ansehen vor der Welt und Herzensfrömmigkeit walteten seit langer Zeit in dieser Familie. Georg Ludwig, sächsischer Minister zu Dresden, ein Mann von gediegenem Charakter und aufrichtiger Frömmigkeit, ehelichte 1699 Charlotte Justine, Freiinn von Gersdorf….

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