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Schlagwort: Regensburg

Franciscus San-Romanus

Franciscus San-Romanus

Anno 1545 ist ein Spanier / mit namen Franciscus San-Romanus, von den Antosischen Hispanischen Kaufleuten gen Bremen in Nidersachsen etlichs gelds halben abgefertigt worden. Diser / auf daß er wissen möchte / was doch der Teutschen und Sachsen Religion und Glauben were / der in Hispania so gehasset und verflucht würde: ist er zu Bremen in die Kirche gangen / und ob er wol wenig von der Teutschen sprach verstund / so hat ihm doch Gott dazumal die sonderliche gnad…

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Stephan Agricola

Stephan Agricola

Stephan Agricola, sonst Castenbauer genannt, war in Bayern geboren und Lutheri Zeitgenosse, studirte zu Wien, wurde Baccalaureus Theologiae und trat in den Augustinerorden, reisete nach Italien, studirte noch drey Jahre zu Bononien und ward zu Venedig mit grossem Ruhme Doctor der Gottesgelahrheit. Er soll zu Wien lange Zeit die Theologie gelehrt und an die zehn Jahre das Dekanat der theologischen Fakultät bekleidet haben, auch vielleicht vorher schon, Lector Theologiae bey den Augustinern zu Regensburg gewesen seyn. Hierauf wurde er Beichtvater…

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Jacob Andreä

Jacob Andreä

Jacob Andreä, geboren am 25. März 1528 zu Waiblingen, war der Sohn eines Schmiedes mit Namen Endris (Andreas) und wurde desshalb häufig Jacob Schmidlin genannt. Endris hatte in seiner Jugend Böhmen, Ungarn und Gallien durchwandert und sogar St. Jago di Compostella in Spanien als Wallfahrer besucht. In Waiblingen hatte er durch Verheirathung mit der Wittwe eines Schmiedes Anna, einer geborenen Weisskopf, der nachmaligen Mutter Jacob’s, eine dauerndere Stätte gefunden. Doch ist er nach Anna’s Tode in’s Kloster zu Bebenhausen gegangen,…

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Johannes Diazius

Johannes Diazius

Diser ist von geburt ein Spanier geweßt / und da er vil jar zu Pariß zugebracht hatte / ist er auch endlich gen Genf zum herren Calvino kommen / und mit ihm sampt andern kirchendienern daselbst etliche monat lang freundlich und brüderlich conversirt. Von dannen ist er gen Basel und gen Straßburg kommen / da er auch bey Martino Bucero und andern gelehrten und frommen leuten also sich verhalten hat / daß sie ihn als einen bruder / lieb und…

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Balthasar Hubmaier

Balthasar Hubmaier

Hubmaier: Balthasar H. (auch Hubmör, Hübmör, Hiebmaier), geboren vermutlich in den achtziger Jahren des 15. Jahrhunderts in Friedberg bei Augsburg, daher auch häufig Friedberger oder Pacimontanus genannt, † am 10. März 1528 auf dem Scheiterhaufen in Wien. Er besuchte wahrscheinlich die lateinische Schule in Augsburg und wurde am 1. Mai 1508 in die Matrikel der Universität Freiburg eingetragen. Hier studierte er, namentlich unter Leitung von Eck, Philosophie und Theologie. Einige Zeit mußte er, durch die Not gedrängt, seine Studien unterbrechen…

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Martin Mirus

Martin Mirus

Martin Mirus, geb. 1532 zu Weida im Vogtlande, besuchte die Schule seiner Vaterstadt und hierauf die Universität Jena, wo er der Erste war, der den philosophischen Magistergrad erwarb (1558). 1560 wurde er Assessor der dortigen philosophischen Facultät, 1561 Pfarrer zu Sulzenbrück in der Grafschaft Gleichen, 1569 Diaconus in Jena und 1572 Pfarrer zu Kahla. Im folgenden Jahre folgte er einem Rufe zum Superintendenten nach Weimar. Weil aber die Bürger, angereizt von dem bisherigen Superintendenturverweser M. Simon Gallus, bei seinem Antritte…

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Georg Major

Georg Major

Georg Major, geb. den 25. April 1502, kam für an den Hof Friedrich’s des Weisen, wo er auf churfürstliche Kosten unter den Capellknaben erzogen wurde. Schon 1521 erlangte er das academische Bürgerrecht. nachdem er zuerst, vorzugsweise unter Melanchthon, Philosophie studirt und die Magisterwürde erworben hatte, widmete er sich den theologischen Studien. Mit Eifer und Erfolg hörte er die öffentlichen Vorlesungen; aber am segensreichsten wurde ihm der Privatverkehr mit Luther und Melanchthon, die den strebsamen Jüngling liebten, ihre Controversen in seiner…

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Lucas Osiander

Lucas Osiander

Lucas Osiander, ein Sohn des älteren Andreas Osiander, wurde 1534 zu Nürnberg geboren. Schon früh trieb er mit Eifer klassische und hebräische Studien. Er besuchte die Universität zu Königsberg und werde bereits im 21. Jahre zum Diaconus in Göppingen berufen. Hier war er Jacob Andreä’s Amtsbruder und vertrauter Freund. Wahrscheinlich erfolgte auch schon in Göppingen seine Verheirathung mit der Wittwe Caspar Leyser’s, welche ihm in Polykarpus Leyser einen Stiefsohn zubrachte, den er wie seinen eigenen Sohn auferzog. 1557 wurde er…

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