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Schlagwort: Leipzig

Johann Heermann

Johann Heermann

ein sehr frommer, in der Schule der Leiden vielfältig geprüfter Prediger und zugleich einer der vorzüglichsten Liederdichter der evangel. Kirche, war geb. am 11. Oktober 1585 in dem kleinen Städtchen Rauben im Fürstenthum Wohlau, wo sein Vater ein armer Kürschner war. Bei einer heftigen Krankheit in seiner zarten Kindheit, that Heermanns Mutter das Gelübde, daß, wenn Gott ihr diesen Sohn zum zweiten Male schenken würde, sie ihn zum Studiren halten wolle, auch wenn sie das Geld dazu erbetteln solle: der…

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Paul Flemming

Paul Flemming

Doctor der Arzneygelehrtheit und Poet, geboren zu Hartenstein im Schönburgischen am 17. Januar 1609; studirte zu Leipzig. Als der damalige Herzog zu Holstein 1633 eine Gesandtschaft nach Moskau und Persien schickte, war Flemming Reisearzt der Gesellschaft; auf dieser Reise verfaßte er das, vom Vertrauen zu Gott zeugende Lied: „In allen meinen Thaten rc. Er starb zu Hamburg am 2. April 1640. —- Nachrichten von Liederdichtern des Gesangbuchs von Immanuel Löffler. Sulzbach, in des Kommerzienraths J. E. Seidel Kunst- und Buchhandlung….

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Christian Fürchtegott Gellert

Christian Fürchtegott Gellert

geboren zu Haynschen im Erzgebirge, am 4. Juli 1715; sein Vater war Prediger im benannten Dorfe; er studirte zu Meissen und in Leipzig. Nach vollendeter Studienzeit hielt er sich ohnweit Dresden als Hofmeister zweier junger Herren von Lüttichau auf, unterrichtete sofort seiner Schwester Sohn und seinen Bruder; begleitete 1742 seinen Vetter auf die Universitäte Leipzig, und knüpfte daselbst den Bund unauflöslicher Freundschaft mit Schlegel, Cramer, Rabener und andern ausgezeichneten Männern der damaligen Zeit. Seine moralischen Vorlesungen begründeten seinen Ruhm, und…

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Benjamin Schmolcke

Benjamin Schmolcke

(Schmolke, Benjamin)  geboren den 21. December 1672 zu Brauchitschdorf im Fürstenthume Liegnitz, wo sein Vater Pfarrer war; besuchte die Schule zu Laubau, und studirte dann zu Leipzig. Anfangs wurde er seinem Vater substituirt, kam hernach an das Diakonat zu Schweidnitz, erlangte 1707 das dortige Archidiakonat, nach fünf Jahren darauf das Seniorat, und starb als Pastor Primarius und Inspector der Kirchen und Schulen zu Schweidnitz, am 12. Februar 1737. —- Nachrichten von Liederdichtern des Gesangbuchs von Immanuel Löffler. Sulzbach, in des…

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Valerius Herberger

Valerius Herberger

ein frommer und erbaulicher Prediger zu Frauenstadt in Pohlen, geboren daselbst am 21. April 1562. Sein Vater starb ihm in seiner Kindheit; sein Stiefvater, ein Schuhmacher, wohllte ihn zu seinem Handwerk bereden, allein sein Taufpathe, Martin Arnold, Prediger in Frauenstadt, widerrieth es unter der dem jungen Herberger einleuchtenden Persuasion, „daß sein Vater dermaleinst im Himmel, sich nach ihm, als einem hellglänzenden großen Lehre umsehen, und sehr erschrecken würde, wenn er ihn mit Schuhmacherpech besudelt erblicken sollte.“ Er studirte nun zu…

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August Hermann Francke

August Hermann Francke

dieser ausgezeichnete Gottesgelehrte und Stifter des Waisenhauses und des Königl. Pädagogiums zu Halle, wurde geb. am 12. März 1663 zu Lübeck, wo sein Vater, Joh. Francke, Doktor der Rechte und Syndikus bei dem Domkapitel war. Er verließ schon im 3ten Jahre mit seinen Eltern die Vaterstadt und kam nach Gotha, wo sein Vater Hof- und Justizrath bei Herzog Ernst dem Frommen wurde. Nachdem er hier das Gymnasium besucht hatte, zeigte er schon im 14ten Jahre solche Fähigkeiten, daß man ihn…

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Jacob Andreä

Jacob Andreä

Jacob Andreä, geboren am 25. März 1528 zu Waiblingen, war der Sohn eines Schmiedes mit Namen Endris (Andreas) und wurde desshalb häufig Jacob Schmidlin genannt. Endris hatte in seiner Jugend Böhmen, Ungarn und Gallien durchwandert und sogar St. Jago di Compostella in Spanien als Wallfahrer besucht. In Waiblingen hatte er durch Verheirathung mit der Wittwe eines Schmiedes Anna, einer geborenen Weisskopf, der nachmaligen Mutter Jacob’s, eine dauerndere Stätte gefunden. Doch ist er nach Anna’s Tode in’s Kloster zu Bebenhausen gegangen,…

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Ernst Moritz Arndt

Ernst Moritz Arndt

Arndt: Ernst Moritz A., geb. am zweiten Weihnachtstage 1769 in Schoritz auf Rügen als zweitältester von acht Geschwistern, † 1860. Sein Urgroßvater war nach Familienüberlieferungen als Unterofficier aus Schweden gekommen, sein Vater war damals Inspector der sogenannten Schoritzer Güter, ursprünglich leibeigen, später vom Grafen Putbus freigelassen; seine Mutter war Friederike Wilhelmine Schuhmacher. Kaum sechsjährig, kam der Knabe nach Dunsewitz, wo sein Vater ein Bauerngut pachtete, dort unterrichtete die Mutter die Kinder selbst, Lehrer erhielten sie erst, als der Vater 1780…

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Caspar Cruciger

Caspar Cruciger

Es ist in dem menschlichen Herzen eine gefährliche Neigung, den größten Männern Gottes gleichen zu wollen, und zwar nicht in den Dingen, worin sie wirklich vorbildlich und nachahmungswerth, sondern in denjenigen, worin sie einzig und unerreichbar sind. Eine Versuchung zu diesem eiteln Bestreben liegt auch in Luthers großer Persönlichkeit, und Mancher mag sich schon eingebildet haben, er müsse ein anderer Luther seyn. Das Gegentheil dieser thörichten Anmaaßung sehen wir an Caspar Creuziger, den ein Zeitgenosse, Hieronymus Weller, wirklich den andern…

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August Hermann Francke

August Hermann Francke

Pastor und Professor zu Halle a. S. (Geb. 23. März 1663, gest. am 8. Juni 1727.) „Alles, was ihr bittet im Gebet, so ihr glaubet, so werdet ihr es empfangen.„ (Matth. 21, 27.) August Hermann Francke wurde am 23. März 1663 in Lübeck geboren. Sein Vater, Johannes Francke, war daselbst Doktor der Rechte und Syndikus beim Domkapitel des Stifts, und seine Mutter, Anna, eine Tochter des vormaligen Bürgermeisters David Gloxin. Schon im dritten Jahre verließ er mit seinen Aeltern seine…

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