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Schlagwort: Jena

Wilhelm II. Herzog zu Sachsen-Weimar

Wilhelm II. Herzog zu Sachsen-Weimar

geboren auf dem Schlosse zu Altenburg, den 11. April 1598; studirte zu Jena und widmete sich besonders der Mathematik und Musik. Im 30jährigen Kriege machte er sich als Held berühmt; nach dem Kriege baute er die Wilhelmsburg zu Weimar, und war ein ausgezeichneter Regent seines Herzogthums; starb den 17. May 1662. Nachrichten von Liederdichtern des Gesangbuchs von Immanuel Löffler. Sulzbach, in des Kommerzienraths J. E. Seidel Kunst- und Buchhandlung. 1819

Nicolaus von Amsdorff

Nicolaus von Amsdorff

geb. zu Zschepe bei Wurzen den 3. Dec. 1483, studirte zu Wittenberg seit 1502 mit grossem Erfolge Theologie und wurde daselbst 1511 Doctor und Professor. Als einer der Ersten bekannte er sich öffentlich zu Luther’s reformatorischen Thaten, begleitete ihn zur Disputation nach Leipzig (1519) und zur Verantwortung nach Worms (1521) und sass auf der unbekannten Reise nach der Wartburg mit ihm im Wagen, unterrichtet von dem Überfall, aber nicht von dem Asyl. Auch war es Amsdorff, bei dem Luther einkehrte,…

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Tilemann Heshusius

Tilemann Heshusius

Tilemann Heshusius, geb. zu Wesel den 3. November 1527, zeigte schon früh hervorragende Geistesgaben, die er nicht nur auf Schulen und Universitäten, u.a. zu Paris, sondern auch auf Reisen in Frankreich, England, Dänemark und Deutschland durch den Verkehr mit berühmten Männern ausbildete. 1550 liess er sich in Wittenberg nieder, wo er noch in demselben Jahre den philosophischen Magistergrad und die Erlaubniss zu theologischen Vorträgen erhielt. Mit grossem Beifall erklärte er den Matthäus. Er liess sich dafür ein Honorar zahlen, um…

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Johannes Habermann

Johannes Habermann

Johannes Habermann, auch Avenarius genannt, wurde 1516 zu Egra in Böhmen geboren, gab sich schon früh mit gründlichem Fleiss den Wissenschaften hin, wurde 1550 Pastor zu Schönfels und 1567 zu Falkenau. Hier schrieb er in lateinischer Sprache sein berühmtes Gebetbuch, welches Jakob Zaderer, Pastor zu Zeitz, und dessen Sohn Christoph Zaderer zuerst in’s Deutsche übersetzten. Von Falkenau ging H. nach Freiberg, wo er vier Jahre lang Lehrer der hebräischen Sprache und Nachmittagsprediger war. 1573 wurde er Professor der hebräischen Sprache…

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Justus Jonas

Justus Jonas

Justus Jonas wurde am 5. Juni 1493 zu Nordhausen, wo sein Vater Bürgermeister war, geboren. Früh schon erkannte er die Spuren der behütenden Gnade auf sichtbare Weise. Sein von der Pest befallener Vater hatte eine Zwiebel auf die Pestbeule gelegt und, nachdem er sie abgenommen, auf eine Bank geworfen. Unversehens verzehrte sie der arglose Knabe; aber sie brachte ihm nicht den geringsten Schaden. Nach dem vorbereitenden Unterrichte in seiner Vaterstadt studirte er mit Auszeichnung zu Erfurt und Wittenberg die Rechte,…

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Georg Mylius

Georg Mylius

Georg Mylius (Müller), der Sohn eines Zimmermanns, war 1548 zu Augsburg geboren. Sein Grossvater, Johann Gering, hatte von seinem Gewerbe den Namen Müller erhalten, sich aber auch als Kriegsmann unter Kaiser Karl V., dem er besonders lieb war, ausgezeichnet. Georg’s Geistesgaben erregten schon früh grosses Aufsehn. Er schien, sagte Hutterus, das, was er lernte, weniger von seinen Lehrern zu empfangen, als aus sich selbst hervorzubringen. Schon im siebenten Lebensjahr konnte er über die Artikel der lutherschen Religion Rede und Antwort…

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Simon Musäus

Simon Musäus

Simon Musäus (Meussel) wurde 1529, drei Tage vor Ostern, zu Vorscha, einem Dorfe bei Cotwitz an der märkischen Gränze, geboren. Seine Ältern, Simon und Hedwig, waren fromme und thätige Bauern. Doch zeichnete sich der Vater durch grosses Talent zu kunstreichen Arbeiten, vorzüglich zur Erfindung und Verfertigung mechanischer Instrumente, aus. Die Gaben seines Sohnes früh erkennend, sandte er ihn auf die vortreffliche Schule zu Cotwitz und im vierzehnten Lebensjahre auf die Universität zu Frankfurt an der Oder. Hier trieb er die…

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Martin Mirus

Martin Mirus

Martin Mirus, geb. 1532 zu Weida im Vogtlande, besuchte die Schule seiner Vaterstadt und hierauf die Universität Jena, wo er der Erste war, der den philosophischen Magistergrad erwarb (1558). 1560 wurde er Assessor der dortigen philosophischen Facultät, 1561 Pfarrer zu Sulzenbrück in der Grafschaft Gleichen, 1569 Diaconus in Jena und 1572 Pfarrer zu Kahla. Im folgenden Jahre folgte er einem Rufe zum Superintendenten nach Weimar. Weil aber die Bürger, angereizt von dem bisherigen Superintendenturverweser M. Simon Gallus, bei seinem Antritte…

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Georg Strigenitz

Georg Strigenitz

Georg Strigenitz, ein Sohn des Tuchmachers und Rathsmitgliedes, nachmaligen Stadtrichters Paul Strigenitz zu Meissen, war dasselbst am 9. Febr. 1548 geboren. Er besuchte zuerst die Stadtschule seiner Vaterstadt, seit seinem vierzehnten Jahre aber fünf Jahre lang die dortige, unter Georg Fabricius, Hiob Magdeburger, Peter Thomäus und Wolfgang Figulus blühende Fürstenschule. Von den Predigern zu Meissen wirkten besonders Alexius Prätorius und Caspar Eberhart anregend und belebend auf ihn ein. Prätorius’ Psalmenpredigten schrieb er in der Kirche eifrig nach und trug sie…

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Siegfried Saccus

Siegfried Saccus

Siegfried Saccus, geboren den 12. März 1527 zu Nordhausen, stammte aus einer angesehenen Bürgerfamilie. Sein Grossvater, Heinrich Sack, ein erklärter Pfaffenfeind, äusserte öfter, „es wäre unmöglich, dass der Mönche Lehre recht sei.“ Siegfried’s Vater, Thomas Sack, ein Messerschmied und dazu Rathsherr und später Bürgermeister, hatte mit dem Bürgermeister Banderatt vorzüglich dahin gewirkt, dass Laurentius Süsse, früher Prior im Augustinerkloster, 1522 zum ersten evangelischen Prediger zu St. Petri berufen war. Von Letzterem wurde auch der Knabe getauft. Den ersten Schulunterricht empfing…

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