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Schlagwort: gestorben Wittenberg

Bartholomäus Bernhardi

Bartholomäus Bernhardi

Bernhardi (Bartholomäus) wurde zu Feldkirchen in Schwaben, weswegen er sich auch Velcurionem und Feldkirchensem nannte, 1487 geboren. In Eisenach lernte er bey dem Franziskaner Joh. Trebonius die lateinische und griechische Sprache, setzte sein Studiren zu Erfurt fort und wurde dort Baccalaureus biblicus. Darauf kam er als Unterdiakonus nach Brandenburg, als Diakonus nach Halberstadt und endlich als Presbyter nach Chur in Graubünden. Der Ruf Lutheri aber bewog ihn nach Wittenberg zu gehen und daselbst die Sprachen und die Theologie noch einmal…

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Johannes Bugenhagen

Johannes Bugenhagen

Als es dem Herrn gefiel, seine Kirche im sechszehnten Jahrhundert aus den ertödtenden Banden, mit welchen man sie vermeintlich zu ihrer Zierde und Stütze umwunden hatte, zu lösen, und zu neuem Leben aufzurichten, da offenbarte er sich auch als den, der in den Himmel erhöhet ist (nach Eph. 4, 11) um den Menschen Gaben zu geben. Er erweckte sich aus allerlei Volke Diener und rüstete sie aus als Propheten, Hirten, Lehrer, durch seines Geistes Gaben, nicht durch Menschen-Klügelei und Einbildung…

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Caspar Cruciger

Caspar Cruciger

Es ist in dem menschlichen Herzen eine gefährliche Neigung, den größten Männern Gottes gleichen zu wollen, und zwar nicht in den Dingen, worin sie wirklich vorbildlich und nachahmungswerth, sondern in denjenigen, worin sie einzig und unerreichbar sind. Eine Versuchung zu diesem eiteln Bestreben liegt auch in Luthers großer Persönlichkeit, und Mancher mag sich schon eingebildet haben, er müsse ein anderer Luther seyn. Das Gegentheil dieser thörichten Anmaaßung sehen wir an Caspar Creuziger, den ein Zeitgenosse, Hieronymus Weller, wirklich den andern…

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Paul Eber

Paul Eber

Paul Eber, ein berühmter Schüler Luthers und Melanchthons, war dem Leibe nach ein gar schwaches Männchen, wenig Körper, aber viel Geist. Er war auch von Hause aus sehr arm und aus geringem Stande. Sein Vater war ein Schneider zu Kitzingen in Franken, ein ehrsamer Bürgersmann. Am 8. November 1511 um 1 Uhr nach Mitternacht wurde ihm dieser Sohn geboren, sechs Jahre vor dem Anfang der Reformation. Er bemerkte bald an dem Knaben gute Fähigkeiten und Trieb zum Lernen: deshalb schickte…

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Sebastian Fröschel

Sebastian Fröschel

Sebastian Fröschel, geb. zu Amberg den 24. Febr. 1497, studirte zu Leipzig vorzüglich unter dem durch Gelehrsamkeit und Lauterkeit ausgezeichneten Georg Heltus von Forchheim, welchem auch Camerarius, Fröschel’s Studiengenosse und Freund, Creutzinger und Fürst Georg von Anhalt einen bedeutenden Theil ihrer Bildung verdankten. 1519 wurde er als junger Magister durch die Disputation Luther’s und Carlstadt’s mit Eck, die er mit der grössten Spannung anhörte und in einer besonderen Druckschrift beschrieben hat, für die reformatorische Bewegung gewonnen. Vom Bischofe zu Merseburg,…

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Ägidius Hunnius

Ägidius Hunnius

Ägidius Hunnius wurde am 21. Dezember 1550 zu Winnenden bei Tübingen von unbemittelten Ältern geboren. Kurz vor seiner Geburt soll die schwangere Mutter eine himmlische Erscheinung gehabt haben. Sie sah sich selbst im Tempel an ihrem gewohnten Platze sitzen, mit der rechten Hand einen Strohhalm vom Erdboden aufhebend, der immer stärker und schwerer wurde, zuletzt aber in eine Seule der Kirche sich verwandelte. Hunnius hat aus Demuth die Erwähnung dieses Gesichts immer vermieden; dennoch ist es bekannt geworden, und der…

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Magdalena Luther

Magdalena Luther

Magdalena Luther. Am 4. Mai 1529, da Dr. Martin Luther an seinen Freund, den Pastor in Magdeburg, Nikolaus Amsdorf, einen Geschäftsbrief schrieb, saß Katharina von Bora, seine Ehefrau, wohlgemuth an seiner Seite, und drei Stunden darauf war sie glücklich von einer gesunden Tochter entbunden. Am Morgen des nächsten Tages meldete unter Lobpreisung Gottes der glückliche Vater dies frohe Ereigniß dem Freunde und bat ihn mit folgenden Worten Pathenstelle zu übernehmen: „Achtbarer, würdiger Herr! Gott, der Vater aller Gnaden, hat mir…

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Philipp Melanchthon

Philipp Melanchthon

Luther sagt einmal: es sei kein großer Umschwung in der Entwicklung des Reiches Gottes erfolgt, ohne daß den Weg dazu gebahnt hätte das Wiederaufleben der Wissenschaften und Sprachen, gleichwie Johannes der Täufer Christo vorangehen mußte. Dieses gilt von den Vorbereitungen für das göttliche Werk der deutschen Reformation. Zweierlei mußte zusammen kommen, um derselben Bahn zu machen: das religiöse Leben, das aus den Tiefen des andächtigen Gemüthes hervordrang in jenen frommen und erleuchteten Männern, welche man Mystiker nannte, von denen einer,…

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Georg Mylius

Georg Mylius

Georg Mylius (Müller), der Sohn eines Zimmermanns, war 1548 zu Augsburg geboren. Sein Grossvater, Johann Gering, hatte von seinem Gewerbe den Namen Müller erhalten, sich aber auch als Kriegsmann unter Kaiser Karl V., dem er besonders lieb war, ausgezeichnet. Georg’s Geistesgaben erregten schon früh grosses Aufsehn. Er schien, sagte Hutterus, das, was er lernte, weniger von seinen Lehrern zu empfangen, als aus sich selbst hervorzubringen. Schon im siebenten Lebensjahr konnte er über die Artikel der lutherschen Religion Rede und Antwort…

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Georg Major

Georg Major

Georg Major, geb. den 25. April 1502, kam für an den Hof Friedrich’s des Weisen, wo er auf churfürstliche Kosten unter den Capellknaben erzogen wurde. Schon 1521 erlangte er das academische Bürgerrecht. nachdem er zuerst, vorzugsweise unter Melanchthon, Philosophie studirt und die Magisterwürde erworben hatte, widmete er sich den theologischen Studien. Mit Eifer und Erfolg hörte er die öffentlichen Vorlesungen; aber am segensreichsten wurde ihm der Privatverkehr mit Luther und Melanchthon, die den strebsamen Jüngling liebten, ihre Controversen in seiner…

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