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Schlagwort: Dresden

Christian Fürchtegott Gellert

Christian Fürchtegott Gellert

geboren zu Haynschen im Erzgebirge, am 4. Juli 1715; sein Vater war Prediger im benannten Dorfe; er studirte zu Meissen und in Leipzig. Nach vollendeter Studienzeit hielt er sich ohnweit Dresden als Hofmeister zweier junger Herren von Lüttichau auf, unterrichtete sofort seiner Schwester Sohn und seinen Bruder; begleitete 1742 seinen Vetter auf die Universitäte Leipzig, und knüpfte daselbst den Bund unauflöslicher Freundschaft mit Schlegel, Cramer, Rabener und andern ausgezeichneten Männern der damaligen Zeit. Seine moralischen Vorlesungen begründeten seinen Ruhm, und…

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August Hermann Francke

August Hermann Francke

dieser ausgezeichnete Gottesgelehrte und Stifter des Waisenhauses und des Königl. Pädagogiums zu Halle, wurde geb. am 12. März 1663 zu Lübeck, wo sein Vater, Joh. Francke, Doktor der Rechte und Syndikus bei dem Domkapitel war. Er verließ schon im 3ten Jahre mit seinen Eltern die Vaterstadt und kam nach Gotha, wo sein Vater Hof- und Justizrath bei Herzog Ernst dem Frommen wurde. Nachdem er hier das Gymnasium besucht hatte, zeigte er schon im 14ten Jahre solche Fähigkeiten, daß man ihn…

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Gottfried Arnold

Gottfried Arnold

Den 30. May 1714 starb zu Perleberg im Brandenburgischen: Gottfried Arnold. Er war geboren den 5. Sept. 1666 zu Annaberg in Sachsen, wo sein Vater Präceptor war. Nachdem er schon im fünften Jahre seine Mutter Maria, geb. Lahlin, verloren hatte, mußte er schon in seinen Knabenjahren an mancherley Entbehrungen sich gewöhnen, und durch Lektionengeben seinen Unterhalt verdienen. Auf dem Gymnasium zu Gera und der Universität Wittenberg hielt ihn eine außerordentliche Lernbegierde von der Theilnahme an den Thorheiten und Ausschweifungen seiner…

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Jakob Böhme

Jakob Böhme

Böhme: Jakob B., geb. 1575 zu Altseidenberg, einem Dorfe bei Seidenberg in der Oberlausitz, † 17. Nov. 1624. Im Hause seiner Eltern, angesehener und wohlhabender Bauersleute, vielleicht aus Böhmen stammend, jedenfalls aber deutscher Abkunft, genoß er eine streng religiöse Erziehung, und in der Stadtschule zu Seidenberg erhielt er einen verhältnißmäßig sehr guten Schulunterricht, bei welchem insbesondere auf die Lesung der heiligen Schrift viel Zeit verwendet wurde. Da Jakob zu schwächlich schien, um Bauernwirthschaft zu treiben und dereinst das Gut der…

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August Hermann Francke

August Hermann Francke

Pastor und Professor zu Halle a. S. (Geb. 23. März 1663, gest. am 8. Juni 1727.) „Alles, was ihr bittet im Gebet, so ihr glaubet, so werdet ihr es empfangen.„ (Matth. 21, 27.) August Hermann Francke wurde am 23. März 1663 in Lübeck geboren. Sein Vater, Johannes Francke, war daselbst Doktor der Rechte und Syndikus beim Domkapitel des Stifts, und seine Mutter, Anna, eine Tochter des vormaligen Bürgermeisters David Gloxin. Schon im dritten Jahre verließ er mit seinen Aeltern seine…

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Polykarpus Leyser

Polykarpus Leyser

Polykarpus Leyser, Sohn des Superintendenten Caspar Leyser zu Winnenden, wurde daselbst am 18. März 1552 geboren. „Seine frommen Ältern haben nicht nur um diesen Sohn zu Gott herzlich geseufzt (alldieweil sie sonst mehr nicht als zwei Töchter mit einander gezeugt), sondern, nachdem sie Gott mit diesem Samuel in Gnaden erfreuet, haben sie starke Hoffnung geschöpft, Gott werde ihn zu seinem Gnadengefäss aufnehmen und durch ihn viel Frommen schaffen; inmaassen ihn denn auch sein Vater den Namen geben lassen, dass er…

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Martin Mirus

Martin Mirus

Martin Mirus, geb. 1532 zu Weida im Vogtlande, besuchte die Schule seiner Vaterstadt und hierauf die Universität Jena, wo er der Erste war, der den philosophischen Magistergrad erwarb (1558). 1560 wurde er Assessor der dortigen philosophischen Facultät, 1561 Pfarrer zu Sulzenbrück in der Grafschaft Gleichen, 1569 Diaconus in Jena und 1572 Pfarrer zu Kahla. Im folgenden Jahre folgte er einem Rufe zum Superintendenten nach Weimar. Weil aber die Bürger, angereizt von dem bisherigen Superintendenturverweser M. Simon Gallus, bei seinem Antritte…

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Nikolaus Selneccer

Nikolaus Selneccer

der Sohn eines Actuars, war am 6. Dec. 1530 zu Hersbrück in Franken geboren. Er besuchte die Schule zu Nürnberg und spielte schon damals regelmässig in der dortigen Burgkapelle die Orgel, wodurch er nicht bloss einem innern Triebe genügte, sondern auch ein jährliches Stipendium von acht Thalern und zwei Fudern Holz erwarb. Von Nürnberg ging er zu theologischen Studien nach Wittenberg, wo er vorzüglich Melanchthon hörte und 1554 Magister wurde. Als solcher begann er bald mit grossem Feuer zu lehren,…

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Philipp Jakob Spener

Philipp Jakob Spener

Oberhofprediger zu Dresden, später Propst zu Berlin (Geb. 13. Jan. 1635, gest. 5. Febr. 1705.) „Gleichwie der Leib ohne Geist todt ist, also auch der Glaube ohne Werke ist todt.“ (Jak. 2, 26.) Philipp Jakob Spener wurde am 13. Januar 1635 zu Rappoltsweiler im Oberelsaß geboren. Seine frommen Aeltern, der gräfliche Rath Johann Philipp Spener und Agatha, widmeten ihr Kind dem Herrn, von dem sie es empfangen hatten, daß er einst Prediger seines Wortes werden sollte. Gern hat er deswegen…

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Zinzendorf, Nikolaus Ludwig Reichsgraf und Herr von Zinzendorf und Pottendorf

Zinzendorf, Nikolaus Ludwig Reichsgraf und Herr von Zinzendorf und Pottendorf

Erneuerer der alten Böhmisch-Mährischen Brüderkirche. (Geb. den 26. Mai 1700, gest. den 9. Mai 1760.) Die Familie Zinzendorf, seit den Kreuzzügen rühmlich in der Geschichte Oestreichs bekannt, hatte um ihres Glaubens willen Güter und Ehrenstellen verlassen, um in evangelischen Landen frei nach ihrem Bekenntnisse zu leben. Ansehen vor der Welt und Herzensfrömmigkeit walteten seit langer Zeit in dieser Familie. Georg Ludwig, sächsischer Minister zu Dresden, ein Mann von gediegenem Charakter und aufrichtiger Frömmigkeit, ehelichte 1699 Charlotte Justine, Freiinn von Gersdorf….

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