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Schlagwort: Berlin

Johann Agricola

Johann Agricola

Agricola, Johann, geb. zu Eisleben am 20. Apr. 1492. Wurde mit Zuziehung Luthers als Rector der Schule zu Eisleben angestellet, wobey er auch predigen mußte, bat aber 1536 um seine Dimission, und erhielt zu Wittenberg die Freiheit, zu lesen und zu predigen, nebst einem Salaris. Er verließ hernach Wittenberg wieder, und gieng nach Berlin, wo er Hofprediger und Probst zu Köln an der Spree wurde. Er hat nebst dem Bischof Julius Pflug und Mich. Sidonius das Interim verfertigt. Starb 1566,…

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Johann Caspar Lavater

Johann Caspar Lavater

geboren am 15. November 1741 zu Zürich, ward 1761 Helfer beim Zürcher Ministerium, machte 1763 eine gelehrte Reise mit seinen Freunden Felix Heß und Heinrich Füeßli und hielt sich eine Zeitlang bei Spalding in Berlin auf. 1775 wurde er Prediger an der Waisenhauskirche, 1778 Diakonus und 1786 Pfarrer zu St. Peter in Zürch; starb den 2. Januar 1801 an den Folgen eines von einem französischen Soldaten, bei der Wiedereroberung Zürchs durch Massens, erhaltenen Schusses. —- Nachrichten von Liederdichtern des Gesangbuchs…

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Garve, Carl Bernhard

Garve, Carl Bernhard

Garve, Carl Bernhard ein reich begabter Liederdichter unserer Zeit, ward geboren bei Hannover am 24. Januar 1763; sein Vater, ein Königl. Beamter, übergab ihn den Bildungsanstalten der evangelisch. Brüdergemeine, und er ward, nach Vollendung seiner Studien an mehren Orten in derselben Prediger, namentlich vom Jahre 1810 bis 1816 in Berlin. Gegenwärtig lebt derselbe in Neusalz an der Oder. Geistlicher Liederschatz Sammlung der vorzüglichsten geistlichen Lieder für Kirche, Schule und Haus Berlin, bei Samuel Elsner Gedruckt bei Trowitzsch und Sohn 1832

Ernst Moritz Arndt

Ernst Moritz Arndt

Arndt: Ernst Moritz A., geb. am zweiten Weihnachtstage 1769 in Schoritz auf Rügen als zweitältester von acht Geschwistern, † 1860. Sein Urgroßvater war nach Familienüberlieferungen als Unterofficier aus Schweden gekommen, sein Vater war damals Inspector der sogenannten Schoritzer Güter, ursprünglich leibeigen, später vom Grafen Putbus freigelassen; seine Mutter war Friederike Wilhelmine Schuhmacher. Kaum sechsjährig, kam der Knabe nach Dunsewitz, wo sein Vater ein Bauerngut pachtete, dort unterrichtete die Mutter die Kinder selbst, Lehrer erhielten sie erst, als der Vater 1780…

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Christian David

Christian David

Christian David wurde am 31. Dez. 1690 zu Senftleben in Mähren geboren. In der katholischen Religion erzogen, zeigte er sich zuerst als einen großen Eiferer für dieselbe. Doch fand er in ihren Ceremonien bald keine Ruhe mehr. In seiner Jugend hütete er Kühe und Schafe; später erlernte er das Zimmerhandwerk, und kam bei dieser Gelegenheit mit evangelisch Gesinnten zusammen, die ihm Bilderdienst, Wallfahrten u. dergl. m. als Menschengebot darstellten. Das erschütterte seinen Glauben an die Satzungen seiner Väter. Um diese…

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Dober, Leonhard und Nitschmann, David

Dober, Leonhard und Nitschmann, David

die ersten Missionare der Brüdergemeinde in Westindien. Der Herr Zebaoth rüstet ein Heer zum Streit (Jes. 13, 14.) Der Graf von Zinzendorf hatte schon im Jahre 1715 auf dem Pädagogium in Halle mit seinem Herzensfreunde Friedrich von Wattewille einen Bund gemacht zur Bekehrung der Heiden, und zwar nur solcher, an die sonst Niemand sich machen würde. Dieser Bund war lange ohne Thaten geblieben. Im Jahre 1728, als die Brüdergemeinde sich schon auf seinen Gütern angesiedelt hatte, fanden des Grafen Gedanken…

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Elisabeth von Dänemark

Elisabeth von Dänemark

(Gest. 19. Januar 1526.) „Ich bin zu Leiden gemacht, und mein Schmerz ist immer vor mir.“ (Ps. 38, 18.) Diese Elisabeth war eine gekrönte Kreuzträgerinn. Und schon in zarter Jugend war das Mägdlein „zu Leiden gemacht,“ wie der Psalmist von sich singt. Sie ist des Erzherzogs Philipp von Oestreich und einer spanischen Prinzessinn Johanna Tochter, und wurde in Spanien 1501 geboren. In ihrem 5. Jahr starb ihr Vater plötzlich; uns ihre Mutter ward aus Betrübnis gemüthskrank. Da mussten dem verwaisten…

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Paul Gerhardt

Paul Gerhardt

Gerhardt: Paulus G., lutherischer Prediger und nächst Luther der größte Dichter geistlicher Lieder deutscher Zunge (1607–1676), stammte aus Gräfenhainichen, in welcher damals kursächsischen Stadt sein Vater, Christian G., Bürgermeister war. Aus seinem Leben sind außer für die Geschichte seines Kampfes gegen die Edicte des großen Kurfürsten verhältnißmäßig nur wenige Daten bekannt; theilweise ist erst in neuester Zeit Sagenhaftes, das von ihm erzählt wurde, wieder von dem geschichtlich Beglaubigten ausgeschieden; für anderes sind jetzt wenigstens sichere Anhaltspunkte gewonnen. Daß er am…

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Luise Kurfürstin von Brandenburg

Luise Kurfürstin von Brandenburg

(Geb. 27. November 1627, gest. 18. Juni 1667.) „Ich weiß, daß mein Erlöser lebt.“ (Hiob 19, 25.) Der große Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg hatte seine Jugend unter den wildesten Stürmen des dreißigjährigen Krieges verlebt. Drum sandten ihn seine Aeltern aus dem verwüsteten und zerrütteten Deutschland zu seiner Ausbildung nach Holland, wo Wohlstand, Künste und Wissenschaften trotz des viel längeren Krieges, welchen dies heldenmüthige Volk wegen seines Glaubens zu führen hatte, in reicher Blüthe stand. Zu der Zeit war Friedrich…

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Philipp Jakob Spener

Philipp Jakob Spener

Oberhofprediger zu Dresden, später Propst zu Berlin (Geb. 13. Jan. 1635, gest. 5. Febr. 1705.) „Gleichwie der Leib ohne Geist todt ist, also auch der Glaube ohne Werke ist todt.“ (Jak. 2, 26.) Philipp Jakob Spener wurde am 13. Januar 1635 zu Rappoltsweiler im Oberelsaß geboren. Seine frommen Aeltern, der gräfliche Rath Johann Philipp Spener und Agatha, widmeten ihr Kind dem Herrn, von dem sie es empfangen hatten, daß er einst Prediger seines Wortes werden sollte. Gern hat er deswegen…

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