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Schlagwort: Augsburg

Josua Wegelin

Josua Wegelin

ist anfangs Pfarrer zum Heil. Geist in Augsburg, hernach Pfarrer und Senior zu Preßburg in Ungarn gewesen. —- Nachrichten von Liederdichtern des Gesangbuchs von Immanuel Löffler. Sulzbach, in des Kommerzienraths J. E. Seidel Kunst- und Buchhandlung. 1819

Paul Speratus

Paul Speratus

Speratus, Paul, aus dem Schwäbischen Geschlecht der v Spreiten a Rutilis genannt. Er wurde am 13. (17.) Dezemb. 1484 geb., hielt sich lange Zeit in Paris auf, besuchte die Italienischen Akademien, lehrte zu Augsburg, Würzburg, Salzburg und Wien die Theologie, weil er an letztem Orte in der St. Stephanskirche öffentlich die reine Lehre des Evangeliums vortrug, wurde er ins Gefängniß geworfen. Er kam 1523 nach Wittenberg, lernte Luthern kennen, dieser empfahl ihn an den Herzog Albrecht in Preußen, welcher ihn…

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Stephan Agricola

Stephan Agricola

Stephan Agricola, sonst Castenbauer genannt, war in Bayern geboren und Lutheri Zeitgenosse, studirte zu Wien, wurde Baccalaureus Theologiae und trat in den Augustinerorden, reisete nach Italien, studirte noch drey Jahre zu Bononien und ward zu Venedig mit grossem Ruhme Doctor der Gottesgelahrheit. Er soll zu Wien lange Zeit die Theologie gelehrt und an die zehn Jahre das Dekanat der theologischen Fakultät bekleidet haben, auch vielleicht vorher schon, Lector Theologiae bey den Augustinern zu Regensburg gewesen seyn. Hierauf wurde er Beichtvater…

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Caspar Aquila

Caspar Aquila

Caspar Aquila wurde am 7. August 1488 zu Augsburg geboren. Sein Vater, der Stadtsyndicus Leonhard Aquila, und seine Mutter, Kunigunde, geb. Zeller, hatten vielen Sinn für das Heilige. Ihre fünf Söhne studirten sämmtlich Theologie. Caspar, der jüngste von ihnen, bezog erst 1514 die Universität zu Leipzig. Begeistert durch die erste Heldenthat Luther’s ging er 1517 nach Wittenberg. Hier reichlich gestärkt und gefördert wurde er bald darauf Franz von Sickingen’s Feldprediger. In dieser Stellung wahrte er unter den rauhen Kriegern standhaft…

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Ambrosius Blarer

Ambrosius Blarer

Blarer: Ambrosius B., Reformator von Schwaben, geb. 4. April 1492 zu Constanz, † zu Winterthur 6. Dec. 1564 (schwäbisch: Blaurer ausgesprochen). Aus adligem Geschlecht der B. von Obergyrsperg im Thurgau, Sohn eines Rathsherrn in Constanz, bezog er wohl vorbereitet die Universität Tübingen, wo er sich, in vertrauter Freundschaft mit Melanchthon, der alten Litteratur widmete und Magister wurde. Ein Besuch im Benedictinerkloster Alpirsbach flößte ihm Lust an fromm beschaulichem Leben ein und 1515 trat er ins Kloster, dessen Prior er nach…

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Martin Bucer

Martin Bucer

Es ist eine schwierige Aufgabe, das reiche Leben eines großen Mannes in einen engen Rahmen zusammenzufassen. Man kann da Manches nur andeuten und thut leicht zu viel oder zu wenig. Darum fühlen wir uns gedrungen die Nachsicht des Lesers in Anspruch zu nehmen bei gegenwärtiger Darstellung. Butzer hat noch kein seiner würdiges Denkmal gefunden und doch ist das Material reichlich vorhanden und zudem ward er, von unten herauf sich arbeitend und in die Weite wirkend, das unbestrittene Haupt der oberdeutschen…

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Caspar Cruciger

Caspar Cruciger

Es ist in dem menschlichen Herzen eine gefährliche Neigung, den größten Männern Gottes gleichen zu wollen, und zwar nicht in den Dingen, worin sie wirklich vorbildlich und nachahmungswerth, sondern in denjenigen, worin sie einzig und unerreichbar sind. Eine Versuchung zu diesem eiteln Bestreben liegt auch in Luthers großer Persönlichkeit, und Mancher mag sich schon eingebildet haben, er müsse ein anderer Luther seyn. Das Gegentheil dieser thörichten Anmaaßung sehen wir an Caspar Creuziger, den ein Zeitgenosse, Hieronymus Weller, wirklich den andern…

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Hans Hut

Hans Hut

Hut: Hans H. (Hutt), der Wiedertäufer, durch welchen Augsburg für einige Jahre in der Reformationszeit der Mittelpunkt des Täuferthums wurde und der die meisten Anhänger und Gehilfen unter allen Aposteln dieser Irrlehre hatte, war gebürtig von Haina im Meiningenschen, ursprünglich Buchbinder und Kirchner zu Bibra, dann reisender Flugschriften-Hausirer. Als solcher traf er auf einer seiner Reisen nach Wittenberg, um 1524, in Weißenfels mit Wiedertäufern zusammen. Daheim weigerte er sich, ein Kind taufen zu lassen, weshalb ihn die Herren von Bibra…

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Eitelhans Langenmantel

Eitelhans Langenmantel

Langenmantel: Eitelhans L. gehörte dem berühmten Augsburger Patriziergeschlecht der Langenmantel zum Sparren an und ist durch seinen Namen wie durch seinen Märtyrertod, den er als Wiedertäufer erlitt, bekannt geworden. Man hat ihn in der späteren Litteratur zu den vornehmsten Vertretern des Täuferthums gezählt. Diese Anschauung trifft indessen nicht zu, da er weder auf die Lehrentwickelung dieser Partei, noch auf ihre äußeren Schicksale von erheblichem Einfluß gewesen ist. Es fehlte ihm sowohl die theologische wie jede gelehrte Bildung. Er hatte den…

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Georg Mylius

Georg Mylius

Georg Mylius (Müller), der Sohn eines Zimmermanns, war 1548 zu Augsburg geboren. Sein Grossvater, Johann Gering, hatte von seinem Gewerbe den Namen Müller erhalten, sich aber auch als Kriegsmann unter Kaiser Karl V., dem er besonders lieb war, ausgezeichnet. Georg’s Geistesgaben erregten schon früh grosses Aufsehn. Er schien, sagte Hutterus, das, was er lernte, weniger von seinen Lehrern zu empfangen, als aus sich selbst hervorzubringen. Schon im siebenten Lebensjahr konnte er über die Artikel der lutherschen Religion Rede und Antwort…

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