Otto I.

Otto I.

Im Jahre 936 war in Deutschland der gute König Heinrich gestorben, der wie ein wahrer Held gekämpft hatte sein Leben lang, und wie der kundige Baumeister aus dem Schutte der Brandstätte ein Haus schöner und besser aufbaut, als es zuvor gewesen war, so hatte er das Reich wiederhergestellt. In demselben Jahre aber wählte das deutsche Volk Heinrichs ältesten Sohn Otto zu seinem Könige, und alle Fürsten zogen hin zum Dome von Aachen, wo vor einhundert zwei und zwanzig Jahren der…

Weiterlesen Weiterlesen

Olaf der Heilige.

Olaf der Heilige.

Seit dunkler Vorzeit lebte in dem Lande, welches Norwegen genannt wird, ein zu den Germanen gehöriges Volk, die Normänner. Es war ein kraftvoller, freiheitliebender, kriegerischer Volksstamm, welcher indessen den Einen wahren Gott nicht kannte, sondern theils in heiligen Hainen, theils in Tempeln („hof“) Valhalls Götter verehrte, und ihnen, besonders am Julfeste (Neujahr), Pferde opferte, zuweilen auch Menschen. In höchstem Ansehen stand der Gott der Stärke und Kraft, Thor, dessen Name noch gegenwärtig häufig vorkommt, beides, in Menschen- und Ortsnamen. Von…

Weiterlesen Weiterlesen

Bernward.

Bernward.

Als des deutschen Kaisers Wort noch galt im Reiche und die Anerkennung auf eine besondere Hausmacht zu gründen noch nicht genöthigt war, als die christliche Kirche das Volksleben weihete und von dem Kaiser beschirmt ward ohne ihm abzubringen, was sein war, als nach groben Ausbrüchen der Rohheit die Ordnung wieder kräftiger gehandhabt ward, und unter den sächsischen Königen Deutschlands Wissenschaft und Kunst neu erwachten, lebte der thätige, kunstreiche und fromme Bischof Bernward. Aus angesehenem Geschlechte in der Mitte des 10….

Weiterlesen Weiterlesen

Heribert

Heribert

Heribert, aus einer angesehenen Familie in Worms stammend, zeichnete sich schon in früher Jugend durch Lernbegierde und ungeheuchelte Frömmigkeit aus. Er trat in den Orden der Benedictiner, besuchte behufs seiner Ausbildung mehrere Klöster seines Ordens, und wurde nach seiner Rückkehr von dem Bischof seiner Vaterstadt Hildeboldt mit wichtigen kirchlichen Geschäften betraut, und von ihm als sein Nachfolger designirt. Inmittelst hatte Kaiser Otto III. ihn kennen gelernt, ihn zu seinem Erzkanzler ernannt, ihn wiederholt mit nach Italien genommen, um sich bei…

Weiterlesen Weiterlesen

Adelheid

Adelheid

Das Leben mancher Menschen ist vor Andern reich an wunderbaren Fügungen und vielfachem Wechsel der Geschicke, und so bunt gewirkt aus Freud‘ und Leid, aus heller Lust und hoffnungslosem Schmerz, aus tödtlicher Gefahr und unvermutheter Rettung, daß man wohl meinen könnte, es sei ein Mährchen zur Kurzweil ersonnen und leicht vorübergehenden Täuschung. Und doch ist Alles wahr und wirklich so geschehen, wie es erzählt wird. Wessen Sinn aber mit Ernst verweilet bei den räthselhaften Schicksalen der Menschen, wie der Eine…

Weiterlesen Weiterlesen

Otto, Apostel der Pommern.

Otto, Apostel der Pommern.

In der Kirche des Klosters Michelsberg zu Bamberg befindet sich ein Denkmal mit dem in Stein gehauenen Bildnisse des Bischofs Otto I. von Bamberg. Das edle Haupt mit der hohen, ernsten Stirne und den milden, frommen Zügen macht auf den sinnigen Beschauer einen bedeutenden Eindruck. Als diese Kirche vor vielen Jahren durch eine Feuersbrunst zerstört wurde, blieben nur der Hochaltar und Otto’s Denkmal unverletzt. Und ob es damals auch in Trümmer gefallen wäre, die Jahrbücher des Bisthums Bamberg, das über…

Weiterlesen Weiterlesen

Pothinus und Blandina und die anderen Märtyrer zu Lyon.

Pothinus und Blandina und die anderen Märtyrer zu Lyon.

Der Herr, der gesagt hat: „Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein“ (Luc. 14, 27.), der hat auch sagen lassen durch einen seiner Apostel: „Alle, die gottselig leben wollen in Christo Jesu, müssen Verfolgung leiden“ (2 Timoth. 3, 12.). So giebt es denn keinen Zeitpunkt, wo die wahren Jünger Jesu Christi geschützt sind vor dem Hasse der Welt. Aber diese Feindschaft nimmt, je nach der Verschiedenheit der Zeiten, auch andere Formen an. Die…

Weiterlesen Weiterlesen

Justin der Märtyrer

Justin der Märtyrer

Justin der Märtyrer wurde zu Flavia Neapolis (dem alten Sichem) in Palästina geboren. Seine Geburt fällt wahrscheinlich noch in das Jahrhundert der Apostel. Von seinen Eltern wissen wir nur dieß, daß sie griechischer Abkunft waren. Daß er im Glauben des Heidenthums großgezogen sei, erzählt er selbst. Alle diese Umstände waren von entscheidendem Einfluß auf seinen Bildungsgang. Was zunächst das römische Heidenthum betrifft, so konnte es ihm auf der Stufe seines damaligen völligen Verfalles keine Befriedigung gewähren. Denn nach dem Erlöschen…

Weiterlesen Weiterlesen

Symeon

Symeon

Kurz vor der furchtbaren Katastrophe, welche dem jüdischen Staat, der Stadt Jerusalem, dem Tempel ein Ende machte, war Jakobus, der Bruder des Herrn, welcher in Verbindung mit den Aposteln Vorstand der christlichen Muttergemeinde zu Jerusalem gewesen war, als Bekenner und Blutzeuge Jesu Christi eines gewaltsamen Todes gestorben. An seiner Statt wurde nun, nach einstimmiger Willensmeinung der Gläubigen, Symeon Vorstand der Gemeinde zu Jerusalem. Außer seinem Charakter, der ohne Zweifel solches Vertrauen begründet hatte, lag, wie der älteste Kirchengeschichtschreiber bezeugt, ein…

Weiterlesen Weiterlesen

Clemens von Rom

Clemens von Rom

Die Vorsehung hat auf verschiedene Weise für das Gedächtniß der Heiligen und der Männer und Frauen gesorgt, die sich um die Kirche Christi (nach menschlicher Weise zu reden) verdient gemacht haben. Während sie uns von den Einen die äußere    Lebensgeschichte, die Geschichte ihrer Thaten und Leiden aufbewahrt hat, hat sie uns von Andren blos ihre schriftlichen Werke erhalten und sie auf die Nachwelt kommen lassen. Dies Letztere ist der Fall mit dem Manne, mit dem wir uns hier beschäftigen…

Weiterlesen Weiterlesen