Christian Fürchtegott Gellert

Christian Fürchtegott Gellert

geboren zu Haynschen im Erzgebirge, am 4. Juli 1715; sein Vater war Prediger im benannten Dorfe; er studirte zu Meissen und in Leipzig. Nach vollendeter Studienzeit hielt er sich ohnweit Dresden als Hofmeister zweier junger Herren von Lüttichau auf, unterrichtete sofort seiner Schwester Sohn und seinen Bruder; begleitete 1742 seinen Vetter auf die Universitäte Leipzig, und knüpfte daselbst den Bund unauflöslicher Freundschaft mit Schlegel, Cramer, Rabener und andern ausgezeichneten Männern der damaligen Zeit. Seine moralischen Vorlesungen begründeten seinen Ruhm, und seine geistlichen Oden und Gedichte zeugten von seinem frommen Charakter; seine Lieder fanden allgemeine Verehrung. Gellert ertrug die Leiden eines kränklichen Körpers mit christlicher weiser Fassung und Geduld und entschlummerte den 13. December 1769.

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Nachrichten von Liederdichtern des Gesangbuchs
von Immanuel Löffler.
Sulzbach, in des Kommerzienraths J. E. Seidel Kunst- und Buchhandlung.
1819

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